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Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht mehr

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- München - Zwei Wochen nach den öffentlichen Anschuldigungen gegen die drei Münchner Fußballprofis Bastian Schweinsteiger (FC Bayern), Paul Agostino und Quido Lanzaat (beide TSV 1860) im angeblichen Wettskandal hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt und damit die Vorwürfe entkräftet. Laut Oberstaatsanwalt Anton Winkler "konnten keine relevanten Erkenntnisse für eine strafrechtliche Verfolgung gewonnen werden.

Dies gilt insbesondere auch für Wetten von Spielern auf vereinseigene Spiele". Wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte, hat sie ihre Auswertungen bezüglich möglicher Fußball-Wettmanipulationen abgeschlossen. Die Ermittlungen wurden "insoweit eingestellt".

"Das ist genau das, was wir von Anfang an erwartet haben", erklärte Markus Hörwick, Sprecher des FC Bayern. "Davon sind wir ausgegangen", sagte 1860-Sprecher Robert Hettich.

Zwar sind nun die nicht belegten Vorwürfe gegen die drei Profis vom Tisch. Geprüft wird aber, ob weitere Ermittlungen zu illegalen Wetten aufgenommen werden. Laut Staatsanwaltschaft haben die bisherigen Auswertungen "Anhaltspunkte dafür ergeben, dass in behördlich nicht erlaubten Wettbüros Wetten abgeschlossen wurden". Im Rahmen der Untersuchungen waren mehrere Objekte in München und Nürnberg durchsucht worden.

Unterdessen teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit, dass die vom Verband eingeforderten Selbstanzeigen von Spielern aus der 2. Bundesliga und den Regionalligen bezüglich eventueller Manipulationsangebote keine neuen Erkenntnisse gebracht hätten. "Es gab einige Meldungen. Auf Details wollen wir nicht eingehen, da es sich um schwebende Verfahren handelt. Wir können lediglich bestätigen, dass es keine wesentlich neuen Erkenntnisse gegeben hat. Das Material ist der Staatsanwaltschaft in Frankfurt übergeben worden", erklärte am Freitag der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert.

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