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Starke(s) Nerven sind entscheidend

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- München - Für viele Top-Jockeys bleibt ein Sieg im Deutschen Derby in Hamburg ein unerfüllter Traum. Für Andrasch Starke nicht, im Gegenteil. Am vergangenen Sonntag gewann der Mann aus Stade bei Hamburg das Rennen nach 1998, 2000 und 2002 zum vierten Mal. Wer also wüsste besser, worauf es im Derby ankommt?

Doch Starke zuckt mit den Schultern und lacht. "Keine Ahnung. Bei zwei Mal hätte ich gesagt, es war Glück, aber nach dem vierten Mal kauft dir das keiner mehr ab." Starke lacht wieder. Am Sonntag bestreitet der Reiter das nächste hochklassige Rennen: Mit dem Großen Dallmayr-Preis auf der Galopprennbahn Riem könnte der 32-Jährige das zweite Gruppe I-Rennen, die höchste Kategorie des Rennsports, binnen einer Woche gewinnen.

Obwohl Derby und Dallmayr-Preis die selbe Kategorie aufweisen, ist das Hamburger Gruppe-I-Rennen, "noch ein bisschen außergewöhnlicher", meint Starke. "Das heißeste Rennen überhaupt." Vielleicht weil im Derby nur Dreijährige antreten, ohne Ausnahme erstklassige Rennpferde, deren Entwicklung allerdings noch gar nicht abgeschlossen ist? Starke zögert. Die hohen Erwartungen, vermutet er, Anspannung, Hoffnungen, Siegeswille treiben alle Teilnehmer. "Deswegen passieren eben kuriose Dinge", erklärt der Jockey. Oft gingen Reiter das Rennen zu schnell an und büßten früh alle Chancen ein. "Viele gute Pferde landen plötzlich ganz hinten - und keiner weiß eigentlich, warum. Das Entscheidende im Derby ist, die Nerven zu behalten, und auf den richtigen Moment zu warten."

Am Sonntag gelang es mit Schiaparelli perfekt: Der Jockey hielt das Pferd lange im Hintergrund und ging mit dem Dreijährigen erst am Ende des Schlussbogens in Führung, ließ sich dann den Sieg jedoch nicht mehr nehmen. Im mit 155 000 Euro dotierten Dallmayr-Preis in München rechnet Starke mit einem ganz anderen Rennen. Der 32-Jährige reitet Lord of England, einen dreijährigen Hengst aus dem Stall von Trainer Mario Hofer in Krefeld, wo Starke Stalljockey ist. Nur fünf Pferde gehen im Riemer Saisonhöhepunkt an den Start, "aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wer da für Tempo sorgen sollte".

Auch Lord of England liege es wenig, das Rennen von der Spitze aus zu laufen. Was das für den Dreijährigen bedeutet, weiß Starke nicht. "Ich kann bloß sagen, dass er bisher nur gut gelaufen ist." Die Prognose des Jockeys: Auch eine Woche nach dem Derby "kann Nerven behalten kein schlechtes Motto sein".

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