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HSV steht zu seinem "Trainer-Talent" Doll

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- Porto - Dem Offenbarungseid auf dem Platz folgte die kollektive Ratlosigkeit. Die Profis des Hamburger SV schlichen wie geprügelte Hunde davon. Das peinliche 1:4 (0:2) beim FC Porto in der Champions League war der bisherige Tiefpunkt der jungen Saison und bedeutet zur Halbzeit der Gruppenphase mit null Punkten praktisch das Aus.

"Wir hatten alle einen großen Traum von der Champions League, den haben wir leichtfertig preisgegeben", sagte Doll und betonte, nicht aufgeben zu wollen.

"Es geht hier gar nicht um mich. Wenn ich das Gefühl habe, es läuft nicht mehr, sage ich: Danke, das war's, ich hatte zwei schöne Jahre. Aber der Punkt ist noch nicht gekommen", meinte Doll, der in einer heißblütigen Rede keine Anzeichen von Ermüdung erkennen ließ. "Der Verein liegt mir sehr am Herzen, und ich sehe, mit wie viel Herzblut der Vorstand arbeitet. Ich werde nicht den Kopf hängen lassen, denn dann wird alles nur noch schlimmer. Im Gegenteil, ich werde vorausmarschieren, damit wir am Sonntag in Leverkusen gewinnen", kündigte der 40-Jährige nach 15 sieglosen Partien und der höchsten internationalen Niederlage des HSV seit 26 Jahren an.

Klubchef Bernd Hoffmann wiederholte auch nach der Demütigung, dass er keine Kritik an Doll zulasse: "Doll ist ein Riesen-Trainertalent, das jetzt auch mit Rückschlägen fertig werden muss." Gemeinsam werde man aus diesem Tal herauskommen: "Es gibt Kämpfer im Verein, in der Mannschaft, beim Trainerteam und im Vorstand."

Nur wie, das scheint inzwischen allen ein großes Rätsel zu sein. Nach stundenlangen Gesprächen in den vergangenen Wochen sind die Mittel ausgereizt. "Wir sehen, dass die Mannschaft gelitten hat, jetzt müssen wir ihr nicht unbedingt weitere Nackenschläge verpassen", meinte Sportchef Dietmar Beiersdorfer zu einer härteren Gangart. Zwar hoffen alle auf das Comeback von Rafael van der Vaart in Leverkusen, doch mit dem Ausfall von Raphael Wicky wird das Lager der Verletzten nicht kleiner. Der Interims-Innenverteidiger fällt mit Wadenproblemen vier Wochen aus.

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