Todesfall überschattet 30. Berliner Halbmarathon

Berlin - Ein Todesfall hat am Sonntag den Berliner Halbmarathon überschattet. Ein 43 Jahre alter Läufer kollabierte nach offiziellen Angaben der Veranstalter 500 Meter vor dem Ziel der 21,1 Kilometer langen Strecke.

 Trotz des schnellen Einsatzes von Rettungskräften und einer versuchten Reanimation war der Mann, dessen Herkunft bisher offen ist, nicht mehr zu retten. Zuletzt hatte es 2007 einen Todesfall bei dem Rennen gegeben, bei dessen 30. Auflage 19 670 Teilnehmer das Ziel erreichten.

Die Veranstalter zeigten sich bestürzt über den Unglücksfall und betonten, wegen der Nähe zum Ziel sei der verunglückte Läufer schnell versorgt worden. “Die Rettungskette lief hervorragend, unsere Reanimationsteams waren direkt vor Ort“, sagte Geschäftsführer Jürgen Lock von Veranstalter SCC Running, der angesichts des anfänglichen Regens, Gegenwind und kühlen zehn Grad von perfekten Witterungsbedingungen sprach. Die Rettungskräfte hätten bis zum Todesfall wenig zu tun gehabt. Die nassen Straßen machten eher den Inline-Skatern zu schaffen. “Es war ein wirklich ruhiger Tag. Wir hatten 121 Hilfeleistungen und fünf Transporte. Aber man kann in den Körper nicht hineinschauen“, erklärte Lock. Erst eine genaue Untersuchung dürfte die Todesursache klären.

Im Frauen-Rennen war Vorjahressiegerin Sabrina Mockenhaupt diesmal um wenige Meter am Erfolg vorbeigelaufen. Die Kölnerin wurde Dritte, blieb in 1:09:57 Stunden eine gute Minute über ihrer deutschen Jahresbestzeit vom Vorjahr, zog aber ein positives Fazit. “Es wäre vermessen, wenn ich unzufrieden wäre. Die Tempohärte hat gefehlt, und unter 1:10 muss man auch erstmal laufen. Ich bin gegenüber den anderen eben doch noch eine Wuchtbrumme“, sagte die 29-Jährige, die nach dem langen Winter über ihre Form gerätselt hatte. Vorn verteidigten zwei Kenianerinnen mit persönlichen Bestzeiten zäh ihren Vorsprung, den sie auf der schwereren ersten Streckenhälfte herausgeholt hatten. Es siegte Pasalia Kipkoech in 1:09:43 Stunden mit sieben Sekunden vor ihrer Landsfrau Eunice Kales.

Bei den Männern setzte sich zuvor der äthiopische Mitfavorit Eshetu Wondimu durch, der in 60:16 Minuten die Stundengrenze verfehlte. Wondimu spurtete eine Sekunde vor dem Kenianer Peter Kirui über die Linie. Dritter wurde der Äthiopier Maregu Zewdie (1:00:24). Bester Deutscher war Martin Beckmann, der in persönlicher Bestzeit von 1:03:56 Stunden auf Platz 19 ins Ziel kam.

dpa

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