Top-Jockey nach Riem

- München - Zwei wichtige Entscheidungen für die kommende Galoppsaison sind im Rennstall von Wolfgang Figge gefallen. Zum einen verpflichtete der Münchner Trainer mit Gary Hind einen neuen Stalljockey, zum anderen geht mit dem Hengst Berber einer der erfolgreichsten Galopper Figges als Deckhengst nach Zypern.

Beim britischen Jockey Gary Hind handle es sich um einen "super starken Mann", der eine Bereicherung für die Münchner Szene sein werde, sagt der Trainer. Mit Hind hat Figge einen äußerst erfahrenen Reiter unter Vertrag genommen.

Der 34- Jährige hat in seiner Laufbahn rund 800 Siege errungen, darunter in Gruppe-I-Rennen in England, Dubai und Indien. Obwohl die Saison auf der Galopprennbahn Riem bereits am 28. März beginnt, wird Hind seine Arbeit im Figge-Stall erst am 15. April aufnehmen. "Bis dahin steht er noch in Dubai unter Vertrag", erklärt der Trainer.

Nicht mehr reiten wird Hind freilich den siebenjährigen Hengst Berber. Der Gruppe-Sieger (Gewinnsumme 136 000 Euro) wird dieser Tage die Reise als Deckhengst nach Zypern angetreten. "Eigentlich hatten wir in dieser Saison noch einmal viel vor", so der Trainer. Das Pferd sei in bestechender Form.

"Auf der anderen Seite darf man so eine Chance nicht ausschlagen." Zudem hätte der Hengst seine Rennkarriere nach dieser Saison sowieso beendet. Der Siebenjährige werde nicht verkauft, sondern verpachtet, sagt Figge. "Seine Besitzer Christoph Graf von Westphalen und Annette Pfeiffer wollten sich nicht endgültig von ihm trennen."

Gemeinsam mit seinen Kunden beteiligt sich der Figge-Rennstall an zwei Spendenaktionen. 3000 Euro gehen laut Trainer an die Flutopfer in Asien, 2000 Euro an den seit einem Traingsunfall querschnittsgelähmten Hindernisjockey Peter Gehm.

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