Uschi Disl quält sich und trifft

- Pokljuka - Die Olympiazweite Uschi Disl hat das Schießen doch noch nicht verlernt: Die 33-Jährige vom SC Moosham leistete sich beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka nur einen Fehler und schaffte mit Rang zwei prompt ihr bisher bestes Saisonresultat. Die Norwegerin Liv Grete Poiree war nach ebenfalls einer Fahrkarte um 5,7 Sekunden schneller und feierte den 15. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere.

<P>"Mir haben die freien Tage gut getan, ich habe einfach mal ein bisschen drauflos schießen können", sagte Disl, die in diesem Winter schon zahlreiche Schüsse im Weltcup weit daneben gesetzt hatte: "Nun hat es wieder geklappt. Ich hoffe, ich treffe jetzt immer. Es war ein klasse Wettkampf."</P><P>Die Französin Sandrine Bailly wurde mit 11,3 Sekunden Abstand Dritte und verteidigte damit ihre Spitzenposition im Gesamtweltcup erfolgreich. Hinter Bailly (286 Punkte) folgen nun Poiree (271) sowie die diesmal zwölftplatzierte Martina Glagow (Mittenwald/254), Uschi Disl (249) ist Fünfte.</P><P>Dabei klagte Disl beim ersten Weltcup-Rennen des neuen Jahres über "schwere Beine". Die Staffel-Olympiasiegerin fügte aber hinzu: "Das wird den anderen Athletinnen nicht anders gegangen sein. Bei mir lief es am Anfang nicht so gut, in der letzten Runde kam es dann darauf an, sich quälen zu können. Das ist eine Motivationsfrage, das kann ich."</P><P>Gewinnerin Liv Grete Poiree, seit knapp einem Jahr glückliche Mutter, verteilte nach dem Rennen auf der extrem schweren Strecke bei zwei Grad Celsius ein Kompliment an ihre deutsche Kontrahentin: "Sie hat mir alles abverlangt, ich musste kämpfen bis zum Zielstrich."</P><P>Bundestrainer Uwe Müssiggang war mit der Teamergebnis überaus zufrieden. "Eine tolle Leistung von Disl, aber auch Apel und Glagow stimmen mich optimistisch", so Müssiggang. Katrin Apel (Frankenhain) wurde noch Siebte. Katja Beer und Andea Henkel fehlten wegen Erkrankung.</P><P>Martina Glagow lag zunächst nur auf Rang 17, die Jury gestand ihr dann aber wegen einer nicht ordnungsgemäß "gefallenen" Scheibe eine Gutschrift von 25 Sekunden für die zuviel gelaufene Strafrunde zu. "Es gab schon beim Training Probleme, auch die Nacharbeiten der Techniker haben also nicht ausgereicht", so Müssiggang, der sofort Protest eingelegt hatte. Glagow hatte somit wie das Spitzentrio nur eine Fahrkarte in der Resultatsliste.<BR></P>

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