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VfB verliert Wasserschlacht in Domzale

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- Domzale/Slowenien - Beim unfreiwilligen Wasserball sind die Fußball-Profis des VfB Stuttgart mächtig ins Schwimmen geraten, haben aber dennoch die Gruppenphase im UEFA-Pokal erreicht. Der Bundesligist blamierte sich im Erstrunden-Rückspiel beim slowenischen Tabellenführer NK Domzale am Donnerstag mit einer 0:1 (0:1)Niederlage.

Auf Grund des 2:0 aus dem Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni jedoch weiter. Dalibor Stevanovic (16. Minute) erzielte das einzige Tor. Dauerregen und eine defekte Drainage hatten vor 3000 Zuschauern im "Sportni Park" für irreguläre Bedingungen gesorgt.

NK-Abwehrspieler Luka Elsner sah in der 66. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Die Partie wäre um ein Haar abgesagt worden: Schiedsrichter Jacek Granat aus Polen entschied erst nach einer Besichtigung und Besprechung der Platzkommission, dass die Begegnung angepfiffen wird. Eine Verschiebung um eine Stunde war wegen der DSF-Übertragung schwierig. Die diskutierte Verlegung um einen Tag passte dem VfB nicht, da bereits am Sonntag das BundesligaSpiel bei Borussia Dortmund ansteht. "Es darf keine Entschuldigung geben. Beide Mannschaften haben die gleichen Bedingungen", sagte CoTrainer Andreas Brehme vor der Begegnung.

Mit den Pfützen auf dem Rasen kam der Tabellenzehnte der Bundesliga zunächst ganz gut zu Recht. Thomas Hitzlsperger mit einem Freistoß aus 30 Metern und Torjäger Jon Dahl Tomasson per Kopfball hatten nach zehn Minuten die ersten Torchancen. Hitzlsperger und sein Nationalmannschaftskollege Andreas Hinkel, die zuletzt zu den "Rotationsopfern" von Trapattoni gehörten, durften dieses Mal von Anfang an ran. Gegenüber dem 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag hatte der italienische Coach die Mannschaft wieder auf vier Positionen geändert.

Überraschend ging der Außenseiter in Führung, als die VfB-Abwehr nicht aufmerksam war: Mittelfeldspieler Stevanovic düpierte aus kurzer Entfernung Torwart Timo Hildebrand, nachdem er von Ermin Rakovic freigespielt worden war. Beide Teams brachten kaum vernünftige Spielzüge zu Stande und versuchten sich auf dem wasserdurchtränkten Rasen mit hohen Bällen. Chancen gab es jedoch kaum. Auch der mit sechs Pflichtspieltoren in dieser Saison erfolgreiche Däne Tomasson trat kaum mehr in Erscheinung. Der Unparteiische Granat hatte zudem große Mühe, zwischen Fouls und Ausrutschern zu unterscheiden.

Nach der verpassten Qualifikation zur Champions League hat der VfB sein Minimalziel erreicht. Das große Geld ist für den VfB aber auch in den Gruppenphase nicht zu verdienen. Etwa eine Million wird nach allen Abzügen aus den Fernsehgeldern und Zuschauereinnahmen übrig bleiben. In der ersten Runde kassierten die Stuttgarter nach eigenen Angaben nur 250 000 Euro. Für Domzale, das einen Jahresetat von nur 900 000 Euro hat, endete der Ausflug auf die europäische Fußballbühne mit einem Achtungserfolg.

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