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HSV verpasst Heimsieg im Nordderby

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- Hamburg - Der Hamburger SV hat seinen ersten Bundesliga-Heimsieg seit sieben Monaten verpasst und nur ein torloses Unentschieden gegen «Angstgegner» Hannover 96 zu Stande gebracht. Damit ist Hannover seit acht Spielen vom HSV ungeschlagen.

Vier Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Porto gelang es den Hamburgern nicht, vor 57 000 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena ein Zeichen zu setzen. «Damit können wir im eigenen Stadion nicht zufrieden sein», sagte HSV-Trainer Thomas Doll, der vor allem mit der Leistung in der ersten Halbzeit haderte. «Das war zu wenig. Wir brauchen mehr Souveränität und Ballzirkulation.»

Doll vertraute im Nordderby im Wesentlichen den Profis, die in Leverkusen den ersten Saisonsieg holten. So begann der zweifache Torschütze Paolo Guerrero, für ihn musste Danijel Ljuboja auf die Ersatzbank. Nach seiner Rot-Sperre verdrängte Mehdi Mahdavikia allerdings René Klingbeil aus der Viererkette. Die Gäste, die zuletzt fünf Unentschieden und zwei Siege gegen die Hamburger eingefahren hatten, begannen nach dem Pokalsieg in Dortmund unverändert und selbstbewusst.

«Ich hatte ja versprochen, dass wir uns nicht verstecken», betonte 96-Coach Dieter Hecking, der mit dem Punkt durchaus zufrieden war. «Das war ein gutes Auswärtsspiel, das wir am Ende sogar noch hätten gewinnen können.» Bereits in der fünften Minute wurde es vor dem Kasten von HSV-Torhüter Sascha Kirschstein, der seinen Vertrag gerade bis 2011 verlängert hatte, gefährlich. Hanno Balitsch und drei Minuten später der ungarische Nationalspieler Szabolcs Huszti prüften den 26-jährigen Keeper.

Für die Gastgeber führte Rafael van der Vaart in seinem ersten Heimspiel nach der achtwöchigen Verletzung wieder Regie. Der 23-Jährige vergab in der zwölften Minute die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit, als er mit einem Lupfer 96-Schlussmann Robert Enke überwinden wollte. Der 29 Jahre alten Nationalspieler, für den sich wegen seines auslaufenden Vertrages auch der HSV interessieren soll, klärte im Herauseilen und strahlte besonders zu Beginn der Partie große Sicherheit auf seine Hintermannschaft aus.

Erst in der zweiten Halbzeit brachten die drückenden Hanseaten den Keeper in ernsthafte Schwierigkeiten. Als Enke einen Schuss von van der Vaart in der 50. Minute nicht festhalten konnte, hatte Boubacar Sanogo aus Kurzdistanz eine Riesenchance zur Führung. Aus drei Metern scheiterte auch Vincent Kompany, als er Enke in die Arme spielte.

Hannover nutzte in der 71. Minute einen schnellen Konter, um die Abwehr des Gegner komplett durcheinander zu bringen. Huszti vergab freistehend aus kurzer Distanz, zehn Minuten später scheiterte Jiri Stajner an Kirschstein. Auch der eingewechselte Arnold Bruggink strahlte fünf Minuten vor Ende der Partie Gefahr aus, traf aber nur das Außennetz. Und für Ex-HSV-Schlussmann Richard Golz, der nun in Hannover als Enke-Ersatz fungiert, wäre auch ein Sieg seines Teams möglich gewesen: «Die drei Punkte waren am Ende greifbar.»

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