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Maria de Villota

De Villota-Unfall: Empörung über Marussia

Hockenheim - Der Präsident des spanischen Motorsportverbandes hat empört auf das Vorgehen des Formel-1-Rennstalls Marussia nach dem schweren Unfall der Testpilotin Maria de Villota reagiert.

Das Team des deutschen Stammpiloten Timo Glock habe die Schuld an dem Unglück und versuche nun, sich durch voreilige Stellungnahmen dieser zu entziehen, sagte Carlos Gracia. „Ich denke, sie wollten Maria die Veranwortung zuschieben“, sagte er der Sporttageszeitung AS, nachdem Marussia unter der Woche mitgeteilt hatte, ein technischer Defekt scheide als Unfallursache aus. „Wir müssen erst einmal abwarten, ob sie sich an die Vorgänge überhaupt erinnern kann.

Aber selbst, wenn es ein Fahrfehler war, hat man logistisch dort fahrlässig gehandelt“, sagte Gracia: „Die offen stehende Landeklappe hat wie ein Messer fungiert. Das ist in etwa so, als würde man ein Garagentor genau bis auf Kopfhöhe des Fahrers öffnen. Das ist ein Fehler des Teams. Das liegt nicht in der Verantwortung von Maria.“

Aus diesem Grund habe er sich bereits an Jean Todt, den Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA, gewandt. „Ich habe gebeten, dass man bei solchen Tests Regularien einführen sollte, um ein Minimum an Sicherheit garantieren zu können. Dies muss auf der nächsten Sitzung des Weltrates thematisiert werden“, sagte er: „Sicher ist, dass ein Topteam wie McLaren oder Ferrari gründlicher gearbeitet hätte. Die schlechteren Teams sollten an der grundsätzlichen Sicherheit arbeiten.“

Bei dem Unfall vor zwei Wochen bei der ersten Testfahrt in Duxford hatte die 32 Jahre alte Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota schwere Kopf- sowie Gesichtsverletzungen erlitten und ihr rechtes Auge verloren. De Villota wurde zweimal operiert und lag zwischenzeitlich im künstlichen Koma. Sie liegt weiterhin im Krankenhaus.

SID

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