"Vorsorglich": DFB zieht Referee Jansen zurück

- Frankfurt - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat wenige Stunden vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag zwischen Werder Bremen und Hansa Rostock den Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen) "rein vorsorglich" zurückgezogen und durch den Unparteiischen Lutz Wagner (Hofheim) ersetzt. DFB-Pressesprecher Harald Stenger erklärte zu der vom Schiedsrichterausschuss-Vorsitzenden Volker Roth getroffenen Entscheidung, gegenüber Jansen bestehe "kein Tatverdacht". Er sei im Zusammenhang mit dem Wettskandal um den Berliner Schiedsrichter Robert Hoyzer lediglich "genannt worden".

In einer Mitteilung des DFB hieß es: "Ausschlaggebend für die Entscheidung von Volker Roth ist, dass dem DFB, dem bisher keinerlei Ergebnisse der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorliegen, Hinweise übermittelt wurden, in denen der Name von Jürgen Jansen ohne konkrete Beweise vorkommt. Für den DFB selbst besteht kein Tatverdacht." Die Maßnahme sei getroffen worden "zum Schutz eines Schiedsrichters, der nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand nicht in den Zusammenhang mit einem Manipulationsverdacht gebracht werden kann. Sobald die Angelegenheit geklärt werden kann, wird Jürgen Jansen wieder zum Einsatz kommen", sagte Roth.

"Wir wollen mit dem Wechsel dokumentieren, dass wir absolut sensibel sind", sagte Stenger. Die DFB-Entscheidung sei Jansen, der seine Unschuld beteuert, bereits am Samstag mitgeteilt worden.

Der 45-jährige Jansen ist seit 1987 DFB-Schiedsrichter. Seit seinem ersten Bundesliga-Einsatz 1993 leitete er 142 Erstligaspiele.

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