Stan Wawrinka erreichte bei den French Open 2015 das zweite Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Foto: Ian Langsdon
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Stan Wawrinka erreichte bei den French Open 2015 das zweite Grand-Slam-Finale seiner Karriere. Foto: Ian Langsdon
Das Match zwischen Jo-Wilfried Tsonga und Stan Wawrinka dauerte fast vier Stunden. Foto: Etienne Laurent
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Das Match zwischen Jo-Wilfried Tsonga und Stan Wawrinka dauerte fast vier Stunden. Foto: Etienne Laurent
Nach der Halbfinal-Niederlage von Jo-Wilfried Tsonga warten die Franzosen weiter auf den ersten Heimsieg seit 1983. Foto: Ian Langsdon
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Nach der Halbfinal-Niederlage von Jo-Wilfried Tsonga warten die Franzosen weiter auf den ersten Heimsieg seit 1983. Foto: Ian Langsdon
Novak Djokovic dominierte gegen Andy Murray die ersten zweieinhalb Sätze. Foto. Yoan Valat Foto: Yoan Valat
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Novak Djokovic dominierte gegen Andy Murray die ersten zweieinhalb Sätze. Foto. Yoan Valat Foto: Yoan Valat
Andy Murray kämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand gegen Novak Djokovic zurück in die Partie. Foto: Yoan Valat
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Andy Murray kämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand gegen Novak Djokovic zurück in die Partie. Foto: Yoan Valat
Wegen Dunkelheit wurde das zweite Halbfinale zwischen Murray und Djokovic abgebrochen. Foto: Yoan Valat
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Wegen Dunkelheit wurde das zweite Halbfinale zwischen Murray und Djokovic abgebrochen. Foto: Yoan Valat

Wawrinka zerstört Tsongas Traum - Djokovic-Murray vertagt

Wieder nichts - die French Open bekommen auch 2015 keinen Sieger aus der Heimat. Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga verpasste in Paris das Finale. Dort steht der Schweizer Stan Wawrinka und wartet nun auf Novak Djokovic oder Andy Murray. Deren Partie wurde unterbrochen.

Paris (dpa) - Die Franzosen müssen weiter auf ihren ersten heimischen French-Open-Sieger seit 32 Jahren warten. Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga verlor in Paris sein Halbfinale gegen den Schweizer Stan Wawrinka mit 3:6, 7:6 (7:1), 6:7 (3:7), 4:6 und verpasste damit den Einzug ins Finale.

Als letzter Franzose hat Yannik Noah 1983 den Sandplatz-Klassiker gewonnen. Seitdem wartet die Grande Nation vergeblich auf den Triumph eines Lokalmatadors im Stade Roland Garros.

Wawrinka verwandelte bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad nach 3:46 Stunden seinen ersten Matchball und steht zum zweiten Mal in seiner Tennis-Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier im Endspiel.

Sein Finalgegner wird erst an diesem Samstag ermittelt. Das zweite Halbfinale zwischen dem serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und dem Schotten Andy Murray wurde am Freitagabend wegen drohender Dunkelheit und eines bevorstehenden Sturmes unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt um 20.30 Uhr führte Djokovic nach 3:08 größtenteils hochklassigen Stunden mit 6:3, 6.3, 5:7, 3:3. Die Partie wird an diesem Samstag um 13.00 Uhr vor dem Damen-Finale zwischen Serena Williams und Lucie Safarova fortgesetzt.

Bis zum Zeitpunkt der Unterbrechung hatten Djokovic und Murray den Zuschauern phasenweise Weltklasse-Sandplatz-Tennis geboten. Bei einigen Ballwechseln schlugen die beiden derzeit wohl besten Spieler der Tour die gelbe Filzkugel mehr als 30 Mal über das Netz. Djokovic wirkte zunächst dominanter und holte sich die ersten beiden Sätze jeweils mit 6:3. Auch im dritten Abschnitt hatte der Schützling von Boris Becker, der unbedingt seinen ersten Titel in Paris holen will, scheinbar alles im Griff.

Doch dann kippte die Begegnung plötzlich. Murray wurde stärker und schaffte zum 6:5 das überraschende Break. Wenige Minuten später holte er sich den dritten Durchgang. Djokovic nahm nun erst einmal eine medizinische Auszeit und kam danach zunächst stärker zurück. Doch Murray nahm den Fight an und machte ein Break wieder wett. Dann wurde das Spiel sehr zur Enttäuschung der Zuschauer unterbrochen.

Wawrinka war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder im Hotel. "Es war ein großer Kampf", sagte Wawrinka nach der Partie. "Es war ein schweres Match gegen Jo, gerade hier in Roland Garros", sagte der 30-Jährige. Djokovics Coach Becker hatte Wawrinka schon vor dem Duell mit Tsonga gelobt. "Stan ist seit seinem Erfolg in Melbourne beständig einer der besten Spieler der Welt und zwar auf jedem Belag", sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger. "Wenn er in Form ist, ist er sehr schwierig zu spielen."

Gegen Tsonga zeigte sich Wawrinka auf dem Court Philippe Chatrier in bester Verfassung und hatte zunächst alles im Griff. Dem Schweizer gelang im ersten Satz ein schnelles Break, fortan bestimmte er das Geschehen praktisch nach Belieben und holte sich Satz eins mit 6:3.

Auch danach steuerte der Australian-Open-Champion von 2014 scheinbar mühelos auf seine zweite Final-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier zu. Doch Mitte des zweiten Durchgangs kippte das Momentum plötzlich zugunsten von Tsonga, der im Tiebreak mit 7:1 für den Satzausgleich sorgte.

Aber Wawrinka zeigte sich nicht geschockt. Auch von einer Blase am Mittelfinger ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Vor allem in den brenzligen Situationen behielt der Eidgenosse die Nerven. Insgesamt wehrte er im kompletten Match 16 von 17 Breakbällen ab. Den dritten Satz holte sich Wawrinka im Tiebreak, im vierten schaffte er gleich zu Beginn das entscheidende Break und holte sich den Sieg.

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