Weissenberger ist wieder erste Wahl

- München - Dass Marcus Pürk dem Rückrundenstart seit Dienstag entgegen fiebert, ist kein gutes Zeichen. Gestern verschwand er schon heimwärts, als die Kollegen gerade erst mit dem Auslaufen begannen. Den Österreicher hat die Grippe erwischt, ebenso wie Paul Agostino, der sich nur dick vermummt in die Kälte traute. Ihre Chancen auf einen Einsatz am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern sind rapide gesunken, was besonders den Australier schmerzen wird. In den Wochen der Vorbereitung hatte er beim TSV 1860 viel Boden gut gemacht.

<P>Dagegen standen Pürks Chancen von Anfang an eher schlecht. Auf der linken Seite ist sein Landsmann Markus Weissenberger erste Wahl, und das könnte auch noch länger so bleiben. Seit dem Trainingslager laufen zwischen dem Mittelfeldspieler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, und der Geschäftsführung Verhandlungen über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Allzu weit scheinen die Parteien nicht auseinander zu sein. Weissenberger versichert, 1860 habe "immer Vorrang", obwohl ihn zuletzt Offerten von Panathinaikos Athen und Espanyol Barcelona erreichten. Und auch die Löwen scheinen sich mit dem Gedanken angefreundet zu haben.</P><P>Vor wenigen Monaten sah das noch anders aus. Seit Weissenberger (28) 2001 nach München kam, hat er nie wirklich den Ruf bestätigen können, ein spielstarker, torgefährlicher Mittelfeldstratege zu sein, als der er von Arminia Bielefeld verpflichtet wurde. "Viele Tiefen" attestiert er sich selber, "die Konstanz hat gefehlt, aber zuletzt habe ich das in den Griff gekriegt". Ausgerechnet gegen Ende der Vorrunde, als die Löwen sich konsequent nach unten orientierten, gehörte Weissenberger zu den wenigen Lichtblicken. "Die Spiele, die ich gemacht habe, waren dann doch wieder in Ordnung." Seine Bilanz, die er wie ein Empfehlungsschreiben immer parat hat: "Zwei Tore, vier Vorlagen."</P><P>Die Verhandlungsposition hat sich abrupt verbessert, doch die fetten Jahre sind auch für Weissenberger, einen der Topverdiener im Kader, vorbei. Mit Blick auf die Konjunkturkrise ist er "bereit, runter zu gehen" mit seinen Ansprüchen, "das wissen die auch". Demnächst wird weiterverhandelt. "Und dann ist die Frage, ob man sich irgendwo trifft."<BR></P><P><BR> </P>

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