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Sebastian Vettel bei seinem Hobby auf dem Tennisplatz.

Weltmeister Vettel: Streit um Tennisplatz

Ellighausen - Sebastian Vettel spielt gern Tennis. Und genau da liegt ein Problem. Umweltschützer haben in seiner Schweizer Wahlheimat Einspruch gegen einen Court eingelegt, den der neue Formel-1-Weltmeister auf seinem Anwesen bauen will.

Eine Straße soll vielleicht bald seinen Namen tragen, aber auch für Sebastian Vettel gibt es in seiner Schweizer Wahlheimat Hindernisse. Auf seinem Anwesen “Neumüli“ in Ellighausen will der neue Formel-1-Weltmeister ein 20 x 6 Meter großes Schwimmbecken und einen Tennisplatz bauen. Problem nur: Ein Teil der Anlage liegt in einer Landschaftsschutzzone. Sowohl die Stiftung Landschaftsschutz als auch der WWF Thurgau Bodensee haben Widerspruch eingelegt.

Sebastian Vettel: Der Weltmeister ohne Helm

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“Mit dem WM-Titel im Rücken wird ihm die Gemeinde sicher das Geschenk machen“, meint Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Seiner Meinung nach ist der Vorschlag der Gemeinde aber auch bei Weltmeistern nicht mit dem Gesetz vereinbar. “Unsere Einsprache richtet sich nicht gegen die Familie Vettel, sondern gegen die Gemeinde“, sagt Jost Rüegg, der im WWF den Fall Vettel betreut. Offenbar habe die Gemeinde Vettel zu viel versprochen, damit er sich als guter Steuerzahler möglichst wohl im Ort fühlt, mutmaßt Rüegg.

“Bei mir hat niemand einen Promibonus“, betont Manuel Puga vom zuständigen Bauamt Kemmental. Dass die Gemeinde ihrem Helden huldigt, ist aber auch klar. “Sebastian Vettel - Unser Formel-1-Weltmeister“, steht am Ortseingang auf einem riesigen Schild. Keine zehn Autominuten von Konstanz entfernt liegt das abgelegene alte Bauernhaus, das Vettel 2009 kaufte. Auf der Weide vor dem schweren Metalltor grasen die Ponys des benachbarten Bauern. Hinter dem Haus hat Vettel einen eigenen Weiher, der früher sogar eine Mühle gespeist hat. Ellighausen hat rund 145 Einwohner.

Letztlich wollen sich auch die Umweltschützer nicht ganz quer stellen. Mit dem Pool könne man leben, wenn er näher am Haus gebaut würde, so Rodewald. Beim Tennisplatz kennt man aber kein Pardon. “Es gibt auch andere Lösungen, als in geschützte Landschaftszonen hineinzubauen.“

Vettel solle es doch wie Michael Schumacher machen: Auch dem Rekord-Weltmeister hatten Naturschützer bei seinem Traumhaus in Appenzell 2002 einen Strich durch die Rechnung gemacht. “Jetzt ist er am Genfer See. In einer ordentlichen Bauzone“, sagte Rodewald.

dpa

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