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Wettskandal: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen acht Männer

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- Frankfurt/Main - Im Wettskandal um die Manipulation von Fußballspielen hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage gegen acht Männer im Alter zwischen 21 und 45 Jahren erhoben. Wie Staatsanwältin Silke Hüttig am Donnerstag bekannt gab, wird den Angeklagten die "Verabredung zu gewerbsmäßigem und bandenmäßigem Betrug" im Zeitraum von Sommer 2005 bis zum 6. März 2006 vorgeworfen.

Die Beschuldigten, von denen zwei des versuchten und vollendeten Betrugs bezichtigt werden, sollen Spiele der 2. Fußball-Bundesliga, der beiden Regionalligen Nord und Süd sowie der österreichischen 1. Bundesliga manipuliert haben. Als Kopf der Bande gilt ein 45-jähriger Asiate, dessen Identität nicht geklärt ist. Er soll im Sommer 2005 zusammen mit einem 24-jährigen Libanesen, der unter dem Namen "Ali" auftrat, vereinbart haben, Profifußballern aus den genannten Ligen Geld dafür zu bieten, dass sie das Spielergebnis manipulieren sollen. Dadurch wollten sie bei meist im Ausland platzierten Fußballwetten große Gewinne erzielen. Die Staatsanwaltschaft geht von Wettumsätzen in Höhe von zwei- bis dreistelligen Euro-Millionenbeträgen aus.

Zu den Angeklagten in zehn ermittelten Fällen zählen des weiteren ein 43-jähriger Serbe, der ehemals Profi und Trainer war, ein 28jähriger Lizenzspieler des Süd-Regionalligisten SV 07 Elversberg, zwei afrikanische Spieler von Rot-Weiß Erfurt, ein Portugiese von der SpVgg Bayreuth sowie ein 26-Jähriger mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit. Dieser wird als "rechte Hand" des 45- jährigen Asiaten der Beihilfe zu den Taten der anderen Angeklagten bezichtigt.

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