"Wir glauben an uns"

- Athen - Trotz der vierten Champions-League-Lehrstunde in diesem Jahr und ungeachtet des letzten Platzes in der Gruppe C hat sich Werder Bremen noch nicht aufgegeben. "Es ist noch alles möglich", meinte Nationalspieler Miroslav Klose nach der 1:2-Niederlage bei Panathinaikos Athen. Obwohl Werder erneut fehlende Reife für die Königsklasse zeigte und nunmehr das vorzeitige Aus in der Gruppenphase droht, wagte der Bremer Torschütze Klose (41.) eine äußerst mutige Prognose: "Selbst in Barcelona ist für uns was drin." Und Trainer Thomas Schaaf betonte mit Blick auf die zunächst folgenden Partien gegen Udinese Calcio: "Wir glauben an uns."

Wesentlich nüchterner hörte sich die Analyse von Manager Klaus Allofs an: "Wir müssen cleverer werden, das steht außer Frage. Das ist ein anderes Niveau in der Champions League." Als Achillesferse der Bremer erwies sich im Athener Olympiastadion erneut die Abwehr. Insgesamt 14 Gegentore hat Werder in den letzten vier Spielen der Königsklasse kassiert. Da ist es nur ein ganz schwacher Trost, dass die Bremer nach den Debakeln gegen Lyon (0:3/2:7) in der Vorsaison nun gegen Barcelona (0:2) und Athen auch starke Phasen hatten.

Was in der Bundesliga fast immer reicht und sogar zu vielen Toren führt, ist gegen Europas Topklubs zu wenig. Zu unkonzentriert und zu umständlich agiert Werder in der Defensive, zu gering ist die Effektivität im Sturm.

"Vom Elfmeter und dem ersten Tor wurden wir vollkommen überrascht. Doch bevor wir aus diesem Albtraum aufgewacht sind, lagen wir schon 0:2 hinten", beschrieb Nelson Valdez die Gegentreffer durch den umstrittenen Strafstoß von Ezequiel Gonzalez (5.) und durch Evangelos Mantzios (8.). Allofs meinte: "Wir haben in der Anfangsphase gezeigt, dass wir noch nicht ganz auf der Höhe sind. Das geht auf internationalem Parkett nicht." Die folgende halbe Stunde Dominanz war selbst gegen die anfälligen Athener zu wenig. Nur mit viel Glück und dank einiger starker Reflexe von Torwart Andreas Reinke gab es in der zweiten Hälfte nicht ein Desaster wie im März in Lyon.

"Jetzt geht es in Udine schon um hopp oder topp", sagte Werder-Stürmer Ivan Klasnic. Auf Grund seiner Gelb-Roten Karte wird er allerdings bei der Partie am 18. Oktober fehlen.

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