Der Wüstentraum ertrinkt im Wasserloch

- Tan-Tan/Marokko - Jutta Kleinschmidts Traum von neuen Erfolgen bei der Rallye Dakar endete in einem Wasserloch. Bei einer eher harmlosen Flussdurchfahrt auf der sechsten Etappe am Dienstag legte Wasser den Motor des VW Touareg lahm. Eine schicksalhafte Sekunde in der marokkanischen Wüste entschied über Stunden, die nicht mehr aufzuholen sind: Jutta Kleinschmidt und ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons stürzten vom 11. auf den 77. Gesamtplatz ab. Aus einem Rückstand von 28:05 Minuten wurden 6:01 Stunden zum führenden Japaner Hiroshi Masuoka.

<P>"Wir sind maßlos enttäuscht, das war einfach nur Pech", haderte die 41 Jahre alte Kölnerin mit dem Schicksal. "An dieser kleinen Flussdurchfahrt haben wir ausgerechnet eine Stelle mit einem tiefen Loch erwischt, das wir nicht sehen konnten und in das wir rutschten. Das Wasser war dort über einen Meter tief und lief über die Motorhaube ins Auto. Wir saßen plötzlich im Wasser und waren klatschnass. Danach ist der Motor abgestorben." Und auch der Traum vom zweiten Dakar-Triumph der Wahl-Monegassin nach 2001.</P><P>"Jutta hatte sehr großes Pech. Das sind offenbar die Tücken der Dakar. Es tut mir extrem leid für Jutta, die so hart für dieses Projekt gearbeitet hat", sagte VW-Motorsportchef Kris Nissen.</P><P>Warten war alles, was Jutta Kleinschmidt nach dem Unfall machen konnte. Und hoffen, dass bei Temperaturen um 20 Grad Celsius das Wasser im Motor verdunstet und das Aggregat wieder anspringt. Selbst ihre Kenntnisse als Diplom-Physikerin halfen nicht. Sie war zum Warten auf den Service-Truck verdammt.</P><P>Fünf Stunden saß sie mit Co-Pilotin Pons in der marokkanischen Wüste, bis endlich der Service-Wagen kam, den streikenden Touareg an den Haken nahm und ihn ins mehr als 500 km entfernte Etappenziel schleppte. Im Zeitprotokoll der 351 km langen Prüfung wurde das Damen-Duo mit einem Rückstand von 5:39:07 Stunden auf die Bestzeit des Japaners Masuoka an 115. und damit letzter Position geführt. Wie im Vorjahr will Kleinschmidt ("Unser Ziel bleibt Ankommen in Dakar") das Feld von hinten aufrollen.<BR></P>

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