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Zabel: "Das war ein prima Auftakt"

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- Sechs Mal hat der Schweizer Bruno Risi bereits beim Münchener Sechstagerennen gewonnen (1993, 1994, 1997, 1998, 2000, 2003) - jeweils an der Seite seines früheren Partners Kurt Betschart, der zum Ende der vergangenen Saison seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. "Bruno ist für mich der überragende Bahnradfahrer", lobt Straßen-Vize-Weltmeister Erik Zabel den Schweizer.

Für den 36-Jährigen aus Unna war es schon immer ein großer Traum, einmal gemeinsam mit Bruno Risi bei einem Rennen zu fahren. "Wer würde nicht einmal gerne mit dem besten Bahnradfahrer in einem Team fahren?"

Am 13. Oktober war es dann so weit. Bei der Six-Day-Night in Kaarst-Büttgen/NRW ging Zabels "Traum" in Erfüllung. Erstmals fuhr er gemeinsam mit Bruno Risi ein Rennen - und gewann auf Anhieb. "Das war ein prima Auftakt", so Zabel. Ein Auftakt in eine erwartungsvolle Wintersaison auf der Bahn, der "heimlichen Leidenschaft" des Erik Zabel, die ihren Höhepunkt beim Sechstagerennen auf dem Oval der Münchener Olympiahalle (9. bis 14. November) finden soll.

"München ist für mich vom Programm her mit Dortmund das reizvollste Rennen. Die Konkurrenz ist allerdings nirgendwo größer als in München", erklärt "Ete" Zabel mit der Begründung, dass in der bayerischen Metropole nahezu alle Top-Fahrer am Start seien. "Vor München liegen Ende Oktober parallel die Rennen in Dortmund und Grenoble. In München treffen sich dann alle Teams."

Der 38-jährige Risi geht sogar noch einen Schritt weiter, betitelt München gar als die "inoffizielle Weltmeisterschaft" auf der Bahn. Und beide, Risi und Zabel, sind sich bewusst: "Nicht nur durch den Sieg in Büttgen werden wir in dieser Saison mit Sicherheit das Peloton gegen uns haben. Wir werden die Gejagten sein."

Dass die Namen Risi und Zabel alleine keine Siege mit sich bringen, ist dem neuen Traum-Duo bewusst. "Uns fehlt natürlich noch das blinde Verständnis im Rennen", erklärt Zabel. Partner Risi fügt an: "Wir müssen uns erst noch aufeinander einstellen. Speziell in technischen Dingen wie der richtigen Ablösung." Und das kostet viel Zeit - und in Kaarst-Büttgen beinahe auch den Sieg. Erst in der abschließenden Finaljagd über 40 Runden und 50 Minuten konnten sich Risi/Zabel dort den Sieg sichern, lagen zuvor "nur" auf Rang drei.

"Uns wird mit Sicherheit nichts geschenkt", weiß Erik Zabel. Genauso war es in Büttgen. Und genauso wird es auch bei der 43. Auflage der Münchener "Sixdays" der Fall sein. Auch deshalb schraubt der Sieger der Vorjahres-Veranstaltung - damals noch an der Seite von Weltmeister Robert Bartko - die Erwartungen ein wenig zurück. "Unser Ziel ist das Podium."

Streitig machen will ihnen in der Olympiahalle den Sieg mit Sicherheit das italienisch-schweizerische Duo Marco Villa und Franco Marvulli. Der 27-jährige Marvulli sicherte sich nur einen Tag vor dem Rennen in Kaarst-Büttgen an der Seite seines Landsmannes Bruno Risi bei den Europameisterschaften in Kopenhagen den Titel im Madison. In Büttgen reichte es dann zu Rang zwei - hinter Risi/Zabel. "Ich freue mich auf die anstehenden Rennen."

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