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Zverev kontert Knallhart-Kritik von Becker - und macht Kampfansage für Olympia

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Von: Christoph Klaucke

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Alexander Zverev kontert Kritik von Boris Becker.
Alexander Zverev kontert Kritik von Boris Becker. © ALBERT PEREZ/imago-images

Alexander Zverev wehrt sich gegen Kritik von Tennis-Legende Boris Becker. Nach dem frühen Aus in Wimbledon ruft der Hamburger mit Gold bei Olympia das nächste Ziel aus.

Monaco - Alexander Zverev* erlebte beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon*, wie so oft in seiner Tennis-Karriere, eine Enttäuschung. Beim traditionsreichen Rasenturnier war schon im Achtelfinale Endstation. Dafür musste sich Deutschlands Nummer eins heftige Kritik von Tennis-Legende Boris Becker* anhören. Zverev holt nun zum Gegenschlag aus und gibt gleichzeitig die Gold-Medaille bei Olympia* als neues Ziel aus.

Zverev kontert Becker-Kritik - Olympia-Gold ist das Ziel

„Ich weiß, woran ich arbeiten muss, um Grand Slams zu gewinnen, und das tue ich. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg“, kontert Zverev die Kritik von Becker bei Bild. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Seit 2015 war der Hamburger regelmäßig bei den vier großen Turnieren in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York dabei. Bei den US Open 2020 erreichte er erstmals das Finale, zweimal das Halbfinale (Australian Open 2020, French Open 2021). Zverev spielt nach eigener Aussage bei Grand Slams um den Titel, der blieb ihm bislang aber verwehrt.

Zverevs größte Erfolge:

„Boris und ich kennen uns schon lange. Da weiß einer, was der andere denkt. Boris‘ Meinung kenne ich ja. Die ist ja nicht neu“, sagt Zverev lapidar ohne näher auf die Becker-Schelte einzugehen. Stattdessen blickt Deutschlands Tennis-Hoffnung* nach vorne. Am Montag geht der Flieger zu Olympia nach Japan, wo er ab 25. Juli um Edelmetall kämpft. „Mir geht es jetzt darum, dass ich Gold für Deutschland hole und darauf bereite ich mich vor“, so der 24-Jährige. Becker hat bei Olympia 1992 im Doppel mit Michael Stich Gold gewonnen. Das will Zverev im Einzel schaffen.

Ich weiß, woran ich arbeiten muss, um Grand Slams zu gewinnen, und das tue ich.

Alexander Zverev reagiert auf die Kritik von Boris Becker.

Becker erhebt schwere Vorwürfe: „Zverev scheitert an Zverev“

„Zverev scheitert an Zverev und nicht an dem Gegner“, hatte Becker dem TV-Sender Eurosport, für den er als Experte arbeitet, zuvor im Podcast „Das Gelbe vom Ball“ gesagt. Becker konnte in Wimbledon dreimal triumphieren. Der 53-Jährige hatte Zverevs Aus gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime als Experte für den britischen Sender BBC verfolgt. Zverev habe das Potenzial, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen, bescheinigte Becker dem letztjährigen Finalisten der US Open.

„Aber er muss die gleichen Fehler abstellen, und das ist eben das Nervige, dass sich das von Grand Slam zu Grand Slam wiederholt“, sagt der ehemalige Chef für das deutsche Herrentennis. „In kritischen Phasen bleibt er zu passiv, er steht hinter der Grundlinie und hofft, dass der Gegner einen Fehler macht“, erklärt Becker. Das lange für Zverev gegen die schlechter platzierten Spieler, aber die Besseren würde eben keinen Fehler machen. Bei Olympia hat Zverev schon bald die Gelegenheit, Becker vom Gegenteil zu überzeugen. Aktuell trainiert er dreimal täglich in Monaco. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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