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Sandro Wagner: „Den Merkur CUP vergisst man nie“

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Sandro Wagner im Sportpark: Der Ex-Bayer trainiert die SpVgg Unterhaching.
Sandro Wagner im Sportpark: Der Ex-Bayer trainiert die SpVgg Unterhaching. © sampics

Am Samstag ist es endlich so weit – das große Finale des 28. Merkur CUP findet statt. Am prestigeträchtigen E-Jugendturnier für Mädchen und Buben nahmen dieses Jahr 357 Mannschaften aus ganz Bayern teil.

Unterhaching – Nun stehen die acht Finalteilnehmer der Jungs fest, die verschiedener nicht sein könnten. Die Dauergäste in den Finals des Merkur CUP, der TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching (je 24 und 25 Finalteilnahmen), sind auch dieses Jahr wieder die beiden Favoriten auf den Turniersieg. Vor allem die U-11 der Münchner Löwen beeindruckte während der Bezirkfinals. Mit einem Torverhältnis von 37:1 und fünf Siegen aus fünf Spielen ließen sie den gegnerischen Teams keinerlei Chance. Auch im Finale gegen den FC Puchheim, der sich trotzdem für das große Finale qualifizierte (2. Finalteilnahme), hieß es am Ende 10:0 für 1860.

Neu ist die Erfahrung einzig für die Kicker vom SV Waldperlach, die sich nach einem überzeugenden 4:0 im Finale gegen den SC Baldham-Vaterstetten (2. Finalteilnahme) zum ersten Mal für das Finale qualifizieren konnten. Auf Augenhöhe begegneten sich der TSV Murnau und der SV Heimstetten im Bezirksfinale, das am Ende mit 1:2 an Heimstetten ging. Für beide Vereine ist es bereits die fünfte Teilnahme am Finalturnier. Nicht zu unterschätzen dürfte auch der starke ASV Dachau (2. Finalteilnahme) sein, der sich einzig dem Final Gastgeber aus Unterhaching geschlagen geben musste.

Im Alpenbauer Sportpark geht es nun also am Samstag um alles. Auch Haching-Trainer und ehemaliger Nationalspieler Sandro Wagner kennt das Turnier bestens. Im Jahr 1998 nahm er mit dem FC Bayern München selbst nicht nur an der vierten Auflage des Merkur CUP teil, sondern gewann diese sogar. Für ihn war das ein „riesen Highlight in der Jugend“. Auch heute noch, fast 25 Jahre später, erinnert er sich noch wie sensationell dieses Jugendturnier aufgebaut und organisiert war. So etwas bleibt einem natürlich im Gedächtnis - „Egal ob man mit Mats (Hummels) oder Thomas (Müller) redet“, den Merkur CUP vergisst man auch als gestandener Bundesligaprofi nicht.“ Das traditionsreiche Turnier gilt als größtes E-Jugend Fußballturnier der Welt. So ein Event spricht sich in der ganzen Region herum und ist eine riesige Chance die neue Generation „weg von der Konsole und raus auf den Bolzplatz zu holen“, so Wagner.

Allein den Namen zu hören, löse viele Emotionen bei ihm aus. In so einem jungen Alter ein Turnier von diesem Ausmaß zu spielen, sei etwas sehr Besonderes. Um was es bei dem Turnier für Wagner an erster Stelle geht macht er klar - „Die Jungs brauchen Spaß.“

Die Priorität eines solchen Ereignis soll ganz klar auf den Wettkampfspaß der jungen Teilnehmer gerichtet sein. Man sollte nicht zu verbissen an die ganze Sache herantreten und den Merkur CUP auf gar keinem Fall nur als Chance sehen, sondern einfach die Zeit auf dem Fußballplatz genießen. Dies gilt sowohl für die Spieler als auch für Trainer und Eltern. Die Atmosphäre bei den bisherigen Partien macht Vorfreude auf die Finals am Samstag. Auch vor der Corona-Pause beim letzten Finaltag, ebenfalls in Unterhaching, trieben die Fans ihre Jungs zu Höchstleistungen an. Dabei blieb der Umgang untereinander immer respektvoll. Neben dem sportlichen Erfolg und Spaß, geht es bei dem E-Jugend-Cup nämlich vor allem um vermittelte Werte und Fairplay. (Levin Hutmacher)

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