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Merkur CUP: SG Penzberg setzt sich auf und neben dem Platz gut in Szene - Huglfing kämpft wacker

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Von: Paul Hopp

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Spielszene im Merkur CUP 2022 zwischen der SG Penzberg und dem SV Pullach.
Spielszene im Merkur CUP der Mädchen. Das Foto zeigt eine Aktion im Spiel der SG Penzberg (in Weiß) gegen den SV Pullach. © Ralf Ruder

Die Vorrunde der Mädchen im Merkur CUP in Penzberg bot viele Tore und eine schöne Atmosphäre. Großen Anteil daran hatte auch die Ausrichter von der SG Penzberg.

Penzberg – Hätte es eines Beweises bedurft, dass Arthur Schenk den BFV-Sonderpreis für Engagement im Frauen- und Mädchenfußball, der ihm im vergangenen November verliehen wurde, tatsächlich verdient hat, dann wäre ein kurzer Besuch bei der Mädchen-Vorrunde im Merkur CUP in Penzberg ausreichend gewesen.

Schenk war gleich in mehreren Funktionen im Einsatz – als Turnierchef, Organisator, Trainer der SG-Penzberg-Mädels und sogar Schiedsrichter. Ach ja, und wer als Besucher eine Frage hatte, wurde auch zu ihm geschickt. Das Turnier für die zwölf Mannschaften war bestens organisiert und ging in entspannter Atmosphäre über die Bühne.

Arthur Schenk und sein Helfer-Team mit perfekter Turnier-Organisation

Seit sieben Jahren engagiert sich Schenk im Frauenfußball. Wichtig ist ihm in der Vereinsarbeit das Grundsätzliche: „Der Unterbau muss stimmen“, betont Schenk. Die Aufbauarbeit hat Früchte getragen. Penzberg ist – neben Huglfing (mit dem ebenfalls vom BFV ausgezeichneten Harald Gärtner) – im Landkreis der große Standort in Sachen „Mädchenfußball“. Die SG verfügt in allen vier Jugend-Klassen über Teams, die Frauen bilden mit Bichl in der Kreisklasse eine Spielgemeinschaft.

Erfolgreich auf heimischem Rasen: Trainer Arthur Schenk und die Spielerinnen der SG Penzberg zeigten sich in Torlaune und qualifizierten sich als Gruppenerster souverän für die 2. Vorrunde am 25. Juni.
Erfolgreich auf heimischem Rasen: Trainer Arthur Schenk und die Spielerinnen der SG Penzberg zeigten sich in Torlaune und qualifizierten sich als Gruppenerster souverän für die 2. Vorrunde am 25. Juni. © Ralf Ruder

Die C-Juniorinnen spielen immerhin Bezirksoberliga. Das Gros der rund 100 SG-Mädchen kommt vom ESV Penzberg. Dort ist Schenk auch Abteilungsleiter für Frauen/Mädchen. Aber auch von den anderen Klubs der Stadt – dem FC, der DJK, der SpVgg Maxkron – sind Spielerinnen dabei. Ihm als nicht-gebürtigem Penzberger sind etwaige Rivalitäten egal. Beim Merkur CUP auf dem Sportgelände an der Fischhaberstraße traten die Penzbergerinnen allerdings in den Vereinsfarben des dort ansässigen Eisenbahner-Sportvereins an; also in Schwarz und Weiß. Das hat aber eher praktische Gründe – denn dieser Trikotsatz war an diesem Tag am einfachsten verfügbar.

SG Penzberg holt in Vorrunde das Maximum an Punkten

Aus den anderen Jugendteams der SG taten während des Turniers zahlreiche Spielerinnen Dienst, unter anderem in der Turnierleitung. So war Schenk zwar gefordert, aber es mutierte nicht zur puren One-Man-Show. Rund 20 Helfer, eingeteilt in zwei Schichten, waren in Aktion. Es galt ja auch, die Besucher zu verköstigen. Die zwölf Mannschaften waren mit ordentlich Anhängerschaft, meist die Eltern und Geschwister, angereist. Die Fans machten ordentlich Stimmung – Rot Weiß Überacker hatte eine Pauke mitgebracht, beim FFC Wacker München wurden Treffer mit einer La-Ola-Welle gefeiert.

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Sportlich gab es innerhalb der einzelnen Gruppen – jeweils die zwei besten Teams kamen weiter – große Unterschiede. Die drei Gruppen-Sieger, der TSV Schäftlarn (F), Rekord-Titelträger FFC Wacker München (G) und die SG Penzberg (H) gewannen jeweils mit dem Maximum von zwölf Zählern. Sie räumten also in jeder Partie noch den berühmten Extrapunkt ab. Auch im Turnier der Mädchen gilt beim Merkur CUP: Wer in einer Partie drei oder mehr Treffer erzielt, der erhält (unabhängig vom Spielausgang) einen Zusatzzähler.

Das Mädchen-Team des SC Huglfing im Fußball-Merkur CUP 2022.
Das Mädchen-Team des SC Huglfing im Merkur CUP 2022 mit Trainer Tim Darling. © SC Huglfing

Im Team des TuS Holzkirchen standen einige Spielerinnen, die ihre erste offizielle Partie überhaupt absolvierten. Mit einem 0:0 gegen den SC Pöcking holte das Team sogar einen Punkt. Mit einer ganz jungen Truppe, in der eine Spielerin dem 2014er-Jahrgang und drei Spielerinnen dem 2013er-Jahrgang angehörten, trat der SC Huglfing an. Auf die Möglichkeit, erfahrenere Gastspielerinnen einzusetzen, verzichtete das Team. Die Schützlinge von Trainer Tim Darling kämpften in der Gruppe H wacker, ein Punkt war ihnen aber nicht vergönnt.

SC Huglfing mit sehr jungem Team am Start

Wir haben uns, als vor Kurzem zusammengewürfelte Mannschaft, in einer Hammer-Gruppe befunden“, sagte SC-Coach Darling. Die hohen Niederlagen gegen Pullach und Penzberg nahm der Coach sportlich: „Da müssen wir einfach sagen: Hut ab, die Gegner waren klasse. Aber vielleicht kommen wir auch mal hin.“ Im ersten Spiel, beim 1:4 gegen Gilching, „wäre mehr drin gewesen, aber wenigstens gab es das eine Tor.“ Die Mädels waren zwar zunächst enttäuscht, doch aus der Erfahrung „werden alle was lernen und noch motivierter trainieren“. Die SC-Mädchen seien „vom Charakter her eine wunderbare Truppe“, lobte Darling.

Mit jungem Team am Start: Der SC Huglfing (in gelben Trikots) ging als Außenseiter in der Gruppe H an den Start. Die Mannschaft (hier im Spiel gegen Gilching) kämpfte, ein Punkt war ihr aber nicht vergönnt.
Mit jungem Team am Start: Der SC Huglfing (in gelben Trikots) ging als Außenseiter in der Gruppe H an den Start. Die Mannschaft (hier im Spiel gegen Gilching) kämpfte, ein Punkt war ihr aber nicht vergönnt. © Ralf Ruder

Besonders spannend verlief der Kampf um den zweiten Platz in der Gruppe H. Dort lagen der SV Pullach und der TSV Gilching/Argelsried am Ende nach Punkten gleichauf. Da der direkte Vergleich mit einem Remis (1:1) geendet hatte, musste die Tordifferenz entscheiden. Pullach (+2) hatte dabei die Nase gegenüber Gilching (-3) vorn. Jeweils als Gruppenzweite weiter kamen noch der SV Bad Tölz (mit einer neu formierten Mannschaft, die erst kürzlich für den Spielbetrieb angemeldet wurde) und der TSV Herrsching.

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