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Gelungenes Beispiel: das olympische Dorf in Whistler, in dem die deutschen Wintersportasse während der Olympischen Spiele jetzt untergebracht sind.

Olympia 2018: Dorf wächst am Eissportzentrum

Garmisch-Partenkirchen - Das kleine olympische Dorf in Garmisch-Partenkirchen soll weiter rund um das Eissportzentrum geplant werden. Das hat der Marktgemeinderat am Mittwochabend entschieden.

Trotz zweistündiger kontroverser Debatte, trotz gegenseitiger Vorwürfe: Der Gemeinderat hält am ursprünglichen Standort fest. Dafür sprach er sich gegen elf Stimmen von CSU-, SPD- und FDP-Vertretern in dem notwendigen Grundsatzbeschluss aus. Der Vorschlag der Interessengemeinschaft aus neun Vereinen, das Snow Village auf dem Golfplatz bei Burgrain zu errichten, ist damit vom Tisch.

Eingangs der Debatte hatte die CSU-Fraktion Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) ein gefaltetes DIN-A4-Blatt übergeben, darauf die Unterschriften von gut zwei Dutzend Grundstückseigentümern, die nicht bereit sein sollen, ihre Grünflächen für die Spiele zu verkaufen oder zu verpachten.

Aufgabe der Marktverwaltung ist es nach dem Votum des Gremiums, rasch zu klären, welche Flächen tatsächlich bereitstehen. Auf der Basis müssen Matthias Schöner und sein Team die Pläne erarbeiten. Schöner wird intensiv beide Aurelis-Flächen der Bahn einbeziehen müssen.

Die Vertreter von CSU und SPD hatten sich vehement für den Golfplatz als Standort eingesetzt. „Wenn wir uns für das Eissportzentrum entscheiden, machen wir die Bewerbung kaputt“, warnte Elisabeth Koch (CSU). „Wir machen sie kaputt, wenn wir nach Burgrain gehen“, erwiderte Bürgermeister Thomas Schmid (CSB).

Einig war sich der Gemeinderat, dass die 3700 Journalisten auf drei Standorte verteilt werden sollen, bevorzugt im amerikanischen Hotel Edelweiss Lodge and Resort sowie in Gebäuden am Stieranger an der Burgstraße und am Mühlanger. Die Arbeitsplätze im Sub Media Center der Medienvertreter sollen am Bowling-Gelände eingerichtet werden. (matt)

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