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Postkartenidylle? Die SPD formuliert Erwartungen zur Veränderung des Ortsbildes von Garmisch-Partenkirchen.

Olympia 2018: Was die SPD von Politik und Sport erwartet

Garmisch-Partenkirchen - Die SPD hat Leitlinien zur Bewerbung für die Winterspiele 2018 erarbeitet: zehn Punkte, wie die Spiele „zu einem guten Ergebnis kommen und wie bei all den Veränderungen die Gemeinde ihr Gesicht wahren kann“.

„Der Weg nach Olympia“ lautet der Titel des Papiers des SPD-Ortsvereins Garmisch-Partenkirchen, und dieser Weg ist lang, teuer und umstritten. Das zeigt aktuell die Einladung des Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann (Grüne): Auf seine Initiative hin treffen sich am heutigen Montag Vertreter von olympiakritischen Verbänden und Organisationen im Münchner Maximilianeum zu einem Vernetzungstreffen unter dem Titel „NOlympia 2018“.

Auch die Fraktionen von SPD und CSU haben das Konzept für das erste Bewerbungsdokument (Mini Bid-Book) im November 2009 im Gemeinderat abgelehnt, nachdem dieser zuvor den Antrag auf Ratsbegehren mehrheitlich abgeschmettert hatte. Die CSU ist zwar grundsätzlich für Olympia. „Wir sehen die großen Chancen, die dieses Ereignis für Garmisch-Partenkirchen bringen kann“, betonte sie später in einer Pressemitteilung. Aber sie fordert die Beteiligung der Bürger und vor allem ein „tragfähiges Finanzkonzept“.

Die SPD ist einen Schritt weiter gegangen und hat im Vorstand das Ortsvereins ein Papier verfasst: „Zehn Punkte für die Bewerbung, die den finanziellen, ökologischen und sozialen Bedingungen unserer Gemeinde Rechnung tragen.“ Die Leitlinien befassen sich mit strukturellen Veränderungen des Ortsbildes, mit der Verkehrsinfrastruktur, mit der Sozialverträglichkeit und Kostenrechnung sowie mit dem Ökosystem Werdenfels. SPD-Gemeinderat Hans Schaffer macht deutlich: „Der formulierte Zehn-Punkte-Katalog stellt eine Zusammenfassung der Erwartungen dar, die wir an die Verantwortlichen in Politik und Sport haben und die wir im Lauf des Bewerbungsprozesses und der Vorbereitung einfordern werden.“ (matt)

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