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Katarina Witt (r.) mit Münchens OB Christian Ude

Olympia in Deutschland: Witt hofft weiter

München - Katarina Witt hat die Hoffnung auf Olympische Winterspiele in Deutschland nicht aufgegeben. An der Schlappe Anfang Juli hat sie weiterhin zu knabbern.

Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) sprach sich die zweimalige Olympiasiegerin im Eiskunstlauf und Chefin der Münchener Bewerbung für 2018 für eine erneute Kandidatur aus - wenn auch nicht zwangsläufig schon 2022.

„Olympische Winterspiele in Deutschland sind auf jeden Fall ein Traum, den es sich lohnt, weiterzuträumen“, sagte Witt: „Ich bin der Meinung, dass die Winterspiele in naher Zukunft auf jeden Fall einmal ein Deutschland und speziell in Bayern stattfinden sollten.“ Ob eine Bewerbung für 2022 Sinn mache, müsse man abwarten: „Das hängt von vielen politischen Entwicklungen ab, unter anderem auch davon, wer den Zuschlag für die Sommerspiele 2020 bekommt.“

Sollte es eine weitere Kandidatur geben, könnte sich Witt durchaus vorstellen, sie wieder in führender Position zu prägen. „Das ist schwer zu sagen. Ich treffe Entscheidungen, wenn sie wirklich anstehen“, sagte sie: „Aber es war schon ein einmaliges Erlebnis, eine solche Kandidatur mit anzuführen. Und jeder, der gefragt würde, dies zu tun, würde es sicher gerne aus vollster Überzeugung tun.“

Die Tränen von Durban, wo München am 6. Juli bei der Vergabe der Spiele eine - in den Augen der meisten Beobachter bereits vorher feststehende - 25:63-Niederlage hinnehmen musste, trocknen indes nur langsam. „Das dauert noch. Es waren zwei sehr intensive Jahre, dagegen sind zehn Wochen kein Zeitraum“, meinte Witt: „So schnell kann man sich nicht von einem solch emotionalen Projekt entfernen. Das wird noch dauern, wahrscheinlich noch Monate.“

sid

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