Steffen Freund beim „Doppelpass“ auf Sport 1.
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Steffen Freund beim „Doppelpass“ auf Sport 1.

Live im „Doppelpass“

Skandal am Fußball-Stammtisch: Freund entsetzt mit Urteil über Schalke-Stars - Erklärung macht es noch schlimmer

  • Lucas Sauter-Orengo
    vonLucas Sauter-Orengo
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Skandal beim Doppelpass auf Sport1: Ex-Nationalspieler Steffen Freund war gerade dabei, die Schalke-Krise zu analysieren - als er mit Aussagen über Nabil Bentaleb und Amine Harit für Entsetzen sorgte.

  • Der FC Schalke 04 ist seit Januar 2020 ohne Sieg in der Bundesliga.
  • Die „Knappen“ suspendierten vor dem Bundesliga-Kracher gegen Gladbach sowohl Nabil Bentaleb als auch Amine Harit.
  • Ex-Nationalspieler Steffen Freund analysierte die königsblaue Krise beim „Doppelpass“ - und provozierte mit seinen Aussagen für eine Skandal.

München - Der FC Schalke 04 befindet sich weiter im freien Fall. Auch der Trainer-Wechsel vor einigen Wochen brachte bislang keine Besserung. Unter dem neuen Chefcoach Manuel Baum hagelt es weiter Niederlage auf Niederlage. Auch das Bundesliga-Auswärts-Spiel im Borussia*-Park ging mit 4:1 deutlich in die Hose.

Im traditionellen „Doppelpass“ auf Sport 1 war am Sonntagvormittag natürlich auch der Niedergang des FC Schalke* Thema. Ex-Nationalspieler Steffen Freund analysierte die Lage des Tabellen-Letzten - insbesondere die suspendierten Nabil Bentaleb und Amine Harit nahm Freund dabei ins Visier. Seine Aussagen sorgten für einen handfesten Skandal.

„Doppelpass“ (Sport1) Skandal um Steffen Freund - Schalke-Stars rassistisch beleidigt

Hintergrund: Coach Manuel Baum suspendierte in der Woche vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sowohl Nabil Bentaleb als auch Amine Harit. Mit beiden Spielern ging Experte Freund dann beim „Doppelpass“ hart ins Gericht: „„Nabil Bentaleb kenne ich persönlich. Er war Spieler bei Tottenham Hotspur und ist dort groß geworden. Er hat unglaublich viel Talent und war einer der besten Spieler. Dann ist er bei Schalke* gelandet. Er ist französisch-algerischer Herkunft...“, sagte Freund. „Wenn sie Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da auch eine gewisse Aggressivität und eine gewisse Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist. Dann muss man wissen, auf Schalke... malochen. Das ist das Allerwichtigste. Jeder Spieler muss bereit sein, sein Herz auszuschütten für den Verein. Dann bin ich natürlich bei Harit. Auch er kann das natürlich nicht mit diesen Wurzeln. Also falsche Spieler gekauft“, sagte der ehemalige BVB-Star Freund.

Im „Doppelpass“ Ex-Nationalspieler mit Rassismus-Skandal - Schalke Profis im Visier

Nabil Bentaleb ist französisch-algerischer Herkunft, Amine Harit französisch-marokkanischer. Bemerkenswert: Keiner der Gäste in der „Doppelpass“-Runde, darunter Ex-Schalker Benedikt Höwedes, Bild-Journalist Alfred Draxler sowie Stefan Effenberg, widersprach Steffen Freund.

Freund versuchte im Laufe der Sendung noch die Kurve zu bekommen: „Einen Punkt muss ich noch sagen, weil ich es gerade in den öffentlichen Medien gehört habe, dass das rassistisch rübergekommen ist. Also das war natürlich nicht so gemeint. Nur die Herkunft gerade von Nabil Bentaleb - algerisch-französische Herkunft, Armut - die einfach eine Rolle spielt, wie du als Mensch aufwächst und wie deine Mentalität ist. Wenn ihm beim Tottenham das Spiel nicht gefallen hat, hat er einfach das Trainingsfeld verlassen“, so Freund weiter.

Diese „Erläuterung“ machte es natürlich nicht besser. Die Reaktionen im Netz konnte Freund damit nicht abmildern. „Das ist nicht mal mehr verhohlen, das ist offen rassistisch“, meint etwa ein Twitter-User. Ein anderer schreibt: „Ja Kinder, das ist Rassismus“. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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