So reibungslos wie gestern Nachmittag fließt der Verkehr in Partenkirchen an vielen Tagen nicht. Die Hauptstraße gehört zu den Staufallen im Ort. foto: schoft

Sensation: Wanktunnel wird geplant

Garmisch-Partenkirchen - Noch im Herbst soll das Staatliche Bauamt Weilheim mit den Planungen für den Wanktunnel beginnen. Überraschend hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dazu den Auftrag gegeben.

Die Straßen in und rund um Garmisch-Partenkirchen müssen fit werden für Olympische und Paralympische Winterspiele 2018. Dieses Ziel hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ausgegeben. Im Moment sei die Infrastruktur „bei Weitem nicht fit“. Damit der Wanktunnel im Falle des Zuschlags für die Spiele rechtzeitig eröffnet werden kann, hat Herrmann schon jetzt den Auftrag für die Planung gegeben. Die Umgehung für den Ortsteil Partenkirchen hält er für einen „wichtigen Bestandteil unserer Bewerbung“. Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) jubelt ob der Nachrichten aus München: „Das ist super!“ Sie beweisen, das der Ort nachhaltig von Olympia profitieren werde.

Gut eine Million soll allein die Planung für den Wanktunnel kosten. Den Betrag finanziert der Freistaat Bayern. Damit gehe er in eine „große Vorleistung“, meint Schmid. Niemand könne derzeit sagen, ob Garmisch-Partenkirchen an der Seite Münchens und mit Schönau/Königssee den Zuschlag bekomme. Aber selbst wenn die Bewerbung scheitere, bestehe ein fertiger Plan.

Neuigkeiten, über die sich Hans Sedlmaier von der Initiative „2 Tunnel“ enorm freut: „Das kommt jetzt zwar schon überraschend. Die Hoffnung auf diesen Tag haben wir aber nie aufgegeben.“ In der Vergangenheit sei der Initiative immer wieder gesagt worden, sie solle doch zufrieden sein, wenn erst einmal der Kramertunnel kommt. „Wir haben aber immer gesagt, dass der Ort beide Tunnel braucht.“ Eine Aussage, die auch Axel Doering vom Bund Naturschutz so unterschreiben würde. „Wir sind nicht gegen die Tunnel“, betont der Kreisvorsitzende. Die „extrem scheußliche“ Planung beim Kramertunnel sei ausschlaggend für die umstrittene Klage gewesen. Deshalb werden die Naturschützer nun auch bei der Gestaltung der Partenkirchner Umfahrung ein wachsames Auge auf das Projekt haben.

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