Bilanz der Polizei: So war die Ski-WM

Garmisch-Partenkirchen - Zum Abschluss der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen hat nun auch das Polizeipräsideium Oberbayern Süd seine Bilanz vorgelegt. So war die Ski-WM.

Insgesamt hat es während der Ski-WM nur eine gefährliche Situation gegeben, als am Samstag, 12. Februar, gegen 19 Uhr Unbekannte bei der Siegerehrung von Erik Guay aus Kanada im Kurpark zwei sogenannte Bengalische Feuer gezündet hatten. Ansonsten fällt die Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durchweg positiv aus.

„Die intensiven Vorarbeiten und der tägliche Einsatz von bis zu 200 Polizeibeamten haben sich gelohnt“, betont Pressesprecher Andreas Guske. „Die Veranstaltung verlief ohne Sicherheitsstörungen und auch im Verkehrsbereich kam es zu keinen nennenswerten Problemen.“

So hätten viele Besucher das umfangreiche Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, was wesentlich zur überwiegend entspannten Verkehrssituation beigetragen habe. „Auch die Garmisch-Partenkirchner blieben besonnen und reagierten trotz so mancher Straßensperrung, einer Vielzahl von Halteverbotszeichen, ungewohnter Einbahnregelungen und teils erhöhtem Parkdruck absolut gelassen“, betont Guske. Deshalb habe die Polizei nur etwa 120 Verwarnungen ausstellen und drei Autos abschleppen müssen.

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

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Verglichen mit den hohen Besucherzahlen – nach Angaben der Polizei waren über 130 000 Ski-Fans nach Garmisch- Partenkirchen gekommen – seien außerdem nur wenige Jugendliche auffällig geworden. „Insgesamt wurden wegen Alkoholisierung oder deutlicher ,Überschreitung der Ausgehzeit‘ 16 Jugendliche vorübergehend in Gewahrsam genommen und den Eltern überstellt“, bilanziert Guske. „Eine ganze Reihe unter 18-Jähriger büßte bei Jugendschutzkontrollen mitgeführte Zigaretten ein.“

Auch die Anzahl der Straftaten während der vergangenen zwei Wochen hielt sich nach Angaben der Polizei in Grenzen. „Nur selten mussten die Sicherheitskräfte schlichtend eingreifen, wenn angetrunkene Partygänger über die Strenge schlugen“, weiß Guske. „Nennenswerte Auseinandersetzungen und Körperverletzungsdelikte wurden nicht bekannt.“ Dafür machte ein Diebespärchen Schlagzeilen, das nach einigen Hoteldiebstählen festgenommen werden konnte und sich jetzt in Untersuchungshaft befindet. Ein norwegischer WM-Besucher hatte laut Guske außerdem eine echt wirkende Dekorationspistole gestohlen und wollte damit in ein Lokal. „Er scheiterte am Sicherheitspersonal und wurde zur Anzeige gebracht.“

SILKE SCHEDER

Rubriklistenbild: © AP

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