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Felix Neureuther spricht über sein bitteres Ausscheiden im WM-Slalom.

Felix: „Das geht mir nicht aus dem Kopf“

Garmisch-Partenkirchen - Fünfeinhalb Jahre hat sich Felix Neureuther (26) auf den WM-Slalom vorbeireitet. Dann war nach einem ängstlichen ersten Lauf quasi schon alles vorbei. Im zweiten schied er dann sogar aus. Die Enttäuschung ist groß:

Felix Neureuther, was war los im ersten Lauf?

Gute Frage – ich habe auch lang nach einer Erklärung gesucht. Das hat mich richtig aufgeregt, dass ich da mit so viel Angst runter gefahren bin. Das geht mir immer noch nicht so richtig aus dem Kopf, warum mir das passiert ist.

Das letzte Rennen: Bilder vom Slalom

Das letzte Rennen: Bilder vom Slalom

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War doch der Druck einfach zu groß?

Ich denk’ schon, dass es so war, dass ich mir zu viele Gedanken gemacht habe. Die Bürde, die auf mir gelastet hat, die war schon ziemlich heftig. Das war mit Sicherheit nicht einfach für mich. Auf jeden Fall bin ich jetzt froh, dass es vorbei ist. Denn fünf Jahre Anspannung zehren schon an einem. Jetzt ist die WM vorbei. Der Stachel sitzt zwar schon noch extrem tief, aber nächste Woche sind schon wieder Weltcup-Rennen in Bulgarien. Da geht’s schon wieder weiter.

Sie sind nach dem Ausfall den Hang langsam runtergerutscht. Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen?

Ich wollt nochmal die Piste durchrutschen, damit die anderen Jungs hinter mir eine gute Strecke haben, und schon hier durchs Ziel fahren und mich würdig von den Leuten verabschieden. Ich hätt’ auch irgendwo rausfahren können und mich verstecken, aber das ist nicht meine Art.

Aufgezeichnet von Christian Fellner

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