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Sicherheit: Kosten-Hickhack beendet

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Das Areal am Skistadion macht ein Drittel des Sicherheitskonzeptes aus. Anders als noch bei früheren Weltcups, wobei dieses Foto entstand, endet die Slalom-Strecke bei der WM vor den Toren des Stadions. In ihm soll ein Fan-Park entstehen.  foto: mzv-Archiv
Das Areal am Skistadion macht ein Drittel des Sicherheitskonzeptes aus. Anders als noch bei früheren Weltcups, wobei dieses Foto entstand, endet die Slalom-Strecke bei der WM vor den Toren des Stadions. In ihm soll ein Fan-Park entstehen. foto: mzv-Archiv

Garmisch-Partenkirchen - Alles nur ein "Missverständnis"? Nach wochenlangem Gerangel darum, wer die Kosten für weitere Rettungskräfte bei der WM übernimmt, lenkt das Landratsamt ein. Es sei doch zuständig.

Wer zahlt für die zusätzlichen Sicherheits-Vorkehrungen bei der Ski-WM? Um diese Frage ist, wie berichtet, in den vergangenen Wochen Streit entbrannt. Das Landratsamt hatte die WM-Macher damit überrascht, dass sie für zusätzliche Rettungskräfte und Krankenwagen zahlen sollten. Das Organisations-Komitee (OK) wiegelte ab - und sah die Behörde in der Verantwortung. Die vollzieht nun eine Rolle-Rückwärts: Denn plötzlich lässt Landrat Harald Kühn (CSU) über seine Pressestelle verlauten, dass nur etwas falsch verstanden worden sei, und der Kreis sehr wohl die Kosten übernehme.

„Wir bedauern, dass es zu dem Missverständnis gekommen ist“, muss Kühn nun mitteilen. Eine Aussage, mit der so nicht zu rechnen war. Denn noch vor wenigen Wochen stellten sowohl das Landratsamt als auch die Regierung von Oberbayern unmissverständlich klar, dass der Veranstalter für zusätzlichen Schutz zur Kasse gebeten wird. 23 weitere Krankenwagen und 46 Retter sollen während der WM in den Landkreis beordert werden, falls es zu einem Großschadens-Ereignis, wie zum Beispiel dem Einsturz einer Tribüne, kommt. Kosten für die Bereitschaft: 250 000 Euro.

Indem das Amt mit Begrifflichkeiten jonglierte, schien es diesen Posten auf das OK abwälzen zu wollen. Denn die Behörde muss nur für Aufwendungen im Bereich des Katastrophenschutzes zahlen. Kühn ordnete die Zusatz-Sanka also einfach als Aufstockung des „normalen“ Sanitätsdienstes ein, für den das OK zuständig ist - und hatte kurzerhand den Schwarzen Peter los. Von dieser Position ist der Landrat nun aber abgerückt. „Das Landratsamt hat die Kosten einer erhöhten Vorhaltung im Rahmen des vorbeugenden Katastrophenschutzes zu übernehmen“, teilt Kühn mit. Worte, die Thomas Klein, Ressort-Leiter Sicherheit beim OK, wohlwollend zu Kenntnis nimmt. „Für uns ist das eine Bestätigung, weil wir die Lage schon immer so eingeschätzt haben, wie sie letztlich ist.“

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