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Ski-WM: In Kandahar-Grundstücks-Streit kommt offenbar wieder Bewegung

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Garmisch-Partenkirchen - Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften, die im kommenden Februar in Garmisch-Partenkirchen gefeiert werden sollen, reduzieren sich im Moment auf rund 800 Quadratmeter.

So groß ist das Grundstück unmittelbar vor der geplanten Ziellinie auf der Kandahar. Bis dato verweigert der Eigentümer seine Zustimmung, dass das WM-Organisationskomitee (OK) die für die Rennen unverzichtbare Fläche nutzen darf. Nun kommt zumindest Bewegung in die verfahrene Angelegenheit. „Wir verhandeln wieder miteinander“, bestätigte Bürgermeister Thomas Schmid gegenüber dieser Zeitung.

Er ist optimistisch, dass „wir nächste Woche zu einer Entscheidung kommen werden“. Allerdings scheint es derzeit schwierig, eine Lösung herbeizuführen, ohne, dass eine der beiden Parteien ihr Gesicht verliert. Von mehreren Seiten ist deshalb bereits der Vorschlag aufbebracht worden, nach dem Vorbild von Heiner Geißler und Stuttgart 21 einen Schlichter anzurufen.

Die Marktgemeinde, die die Vereinbarungen mit den Grundbesitzern schließt und dem OK für die WM zur Verfügung stellt, hat als letzten Ausweg sogar die Möglichkeit einer vorübergehenden Enteignung ins Auge gefasst. Dabei beruft sich die Kommune auf die Artikel 35 und 24 des bayerischen Naturschutzgesetzes, welche den freien Zugang zur Sportausübung sichern.

In den vergangenen Jahren war das kein Problem. Das strittige Grundstück stand immer für die Weltcup-Veranstaltungen zur Verfügung. Inzwischen haben sich jedoch die Eigentumsverhältnisse geändert, weshalb ein neuer Gestattungsvertrag abgeschlossen werden musste. Das ist notwendig, damit die Fläche präpariert werden darf. Der Garmisch-Partenkirchner, der nach Informationen unserer Zeitung auch schon ein Funktionärsamt beim Skiclub Garmisch bekleidet hat, möchte im Gegenzug neben einer finanziellen Entschädigung offenbar auch eine „rechtswidrige Baugenehmigung“ (Jaud) von der Kommune. (lxs)

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