UHG-K.o. in Kaiserslautern

Unterhaching: „Verrückte“ fünf Minuten schocken UHG - Pleite im Video

  • vonKlaus Kirschner
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Der Schmerz sitzt tief: Unterhaching verliert beim Konkurrenten in Kaiserslautern. Die Klassenerhalt kann van Lent nur noch theoretisch packen. 

Kaiserslautern/München– Am Betzenberg stürzte die SpVgg Unterhaching endgültig in das Tal der Tränen. Durch die 2:3-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern steht das Team von Trainer Arie van Lent vor dem Abstieg in die Regionalliga. „Aufgrund unserer guten Leistung in der zweiten Halbzeit hätten wir mindestens einen Punkt verdient, ein Fünkchen Hoffnung habe ich immer noch“, sagte Daueroptimist van Lent, wohlwissend, dass der Drittliga-Zug nach der 22. Saisonniederlage abgefahren ist.

In der Pfalz gerieten die Hachinger vom Anpfiff weg ins Schwimmen. Nur mit viel Glück überstanden die Gäste die erste halbe Stunde, ehe es in „verrückten“ fünf Minuten Schlag auf Schlag ging: Hachings Robert Müller traf den Pfosten (31.), im Gegenzug erzielte Philip Hercher (32.) das 1:0 für Lautern. Mit einer feinen Einzelleistung besorgte Moritz Heinrich (35.) den Ausgleich. In den Hachinger Jubel fiel der erneute Führungstreffer der Gastgeber durch Adam Hlousek (36.).

„Bis zur Pause hat man die Unsicherheit der Mannschaft gespürt, im zweiten Durchgang sind wir dann besser geworden“, sagte van Lent, der einige überforderte Nachwuchsspieler aus- und Qualität durch Routiniers einwechselt. Die Hachinger kamen zu einigen hochkarätigen Chancen, Stephan Hain erzielte in der 77. Minute das verdiente 2:2. Doch fünf Minuten später leistete sich Felix Göttlicher ein ungeschicktes Foulspiel – Ex-1860-Profi Pourie verwandelte den Strafstoß zum 3:2-Endstand.

„Der Spielverlauf spiegelt den gesamten Saisonverlauf wieder“, klagte Torschütze Heinrich, der eine starke Leistung gezeigt hatte: „Wir haben die erste Halbzeit verpennt, uns in der zweiten Halbzeit gesteigert. Dann kassieren wir einen bitteren Elfmeter, womit unsere Chancen auf Null gesunken waren.“ Es sind zwar noch zwölf Punkte zu vergeben, Haching hätte aber selbst bei einer Siegesserie nur noch eine Chance auf den Klassenerhalt, wenn die abstiegsgefährdete Konkurrenz patzt. Ab sofort müssen die Planungen für die 4. Liga in Angriff genommen werden, Boss Manni Schwabl hatte bereits vor dem „Endspiel“ in Kaiserslautern einen personellen Umbruch angekündigt. KLAUS KIRSCHNER

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