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Neun Jahre lang trug Michael Zetterer das Trikot der SpVgg Unterhaching – inzwischen hat er in den Niederlanden sein Glück gefunden.

24-Jähriger kämpft bei PEC Zwolle um Stammplatz

Ex-Haching-Keeper Michael Zetterer: Neues Glück in den Niederlanden

  • vonChristoph Fetzer
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Vor der Corona-Pause war Michael Zetterer Stammkeeper bei PEC Zwolle. Der ehemalige Schlussman der SpVgg Unterhaching will auch nach dem Re-Start zwischen den Pfosten stehen.

Zwolle/Unterhaching – Für Michael Zetterer, Ex-Torwart der SpVgg Unterhaching, ist die Corona-Pause schon wieder vorbei. Der 24-Jährige steht beim Noch-Bundesligisten Werder Bremen unser Vertrag (die sportliche Zukunft des Vereins entscheiden sich am Montagabend im Relegationsrückspiel gegen Heidenheim), doch die Norddeutschen haben den Oberbayern schon vor einem Jahr an den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle ausgeliehen. Nach einem Heimaturlaub in Hohendilching (Kreis Miesbach) ist der frühere Hachinger, der von 2006 bis 2015 das SpVgg-Trikot trug, inzwischen seit dem 20. Juni mit den Niederländern im Trainingslager.

Michael Zetterer nutzt Corona-Pause für Heimaturlaub

„Wir haben in Zwolle noch trainiert, dann bin ich zu meiner Freundin nach Bremen gefahren und danach für ein paar Wochen nach Hohendilching“, blickt Zetterer zurück. Die niederländische Eredivisie hatte schon Ende April den Spielbetrieb eingestellt. Es gibt weder einen Meister, noch Auf- und Absteiger.

„Der niederländische Fußballverband hat ziemlich schnell entschieden. Natürlich ist die Situation ein bisschen blöd“, sagt Zetterer. Er selbst hatte sich bei PEC Zwolle in der Startformation festgespielt und damit den Konkurrenzkampf gegen Xavier Mous gewonnen. Auch der war vor der Saison neu nach Zwolle gekommen und war zunächst die Nummer eins.

Michael Zetterer: Ab dem 14. Spieltag Stammtorhüter bei PEC Zwolle

„Die Vorbereitung war für mich nicht ganz optimal, ein Spiel ist sehr unglücklich gelaufen, deswegen war ich erst einmal auf der Bank“, erklärt Zetterer. Aber am 14. Spieltag, beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen Fortuna Sittard, bekam er seine Chance in der Startformation, nutzte sie und gab den Platz zwischen den Pfosten nicht mehr her – bis die Saison wegen des Coronavirus beendet wurde.

Zetterer bestritt 13 Partien für PEC Zwolle, die Mannschaft holte in dieser Zeit vier Siege, vier Unentschieden und kassierte fünf Niederlagen – alle gegen die Spitzenteams PSV Eindhoven, Feyenoord Rotterdam und AZ Alkmaar. „Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meinen Leistungen. Es gibt immer Potenzial nach oben, aber es waren ein paar gute Spiele dabei“, sagt Zetterer.

Michael Zetterer: Vertrag bis 2022 bei Werder Bremen

Seine linke Hand, die nach einem Kahnbeinbruch dreimal operiert werden musste, macht ihm keine Probleme mehr. Der 24-Jährige fühlt sich wohl in Zwolle, der „historischen und hippen Hansestadt“, wie es in Beschreibungen der Tourismus-Branche gerne heißt. „Zwolle ist schön, es gefällt mir hier“, sagt der Ex-Hachinger, der bei der SpVgg alle Jugendmannschaften durchlaufen und mit 18 Jahren sein Debüt in der 3. Liga gefeiert hatte.

Der Weg nach Bremen, wo seine Freundin studiert, ist nun von Zwolle aus nicht allzu weit. Die Leihe von Werder zu PEC läuft bis 2021. Vorher hatten die Bremer seinen Vertrag noch bis 2022 verlängert. Und sie hätten auch die Möglichkeit, Zetterer vorzeitig in diesem Sommer zurück zu Werder zu holen. Aber darüber macht er sich momentan keine großen Gedanken. „Ich bin glücklich mit der Situation, vor allem, weil ich jetzt die Nummer eins bin“, sagt Zetterer, der regelmäßig Kontakt mit Werders Torwarttrainer Christian Vander hat.

Die Saison in den Niederlanden beginnt voraussichtlich Anfang September. Seit Ende Juni läuft bei PEC ein vierwöchiges Trainingslager. Anschließend bekommen Zetterer und seine Mannschaftskollegen noch einmal zehn Tage Pause, bevor es in die heiße Phase der Vorbereitung auf die neue Saison gehen soll.

(Christoph Fetzer)

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