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Neue Hachinger Arbeitskleidung (von links): Kapitän Josef Welzmüller, Maurice Krattenmacher (Nachwuchsleistungszentrum) und Nico Mantl.

Gegen Schlusslicht Jena dürfen die Unerfahrenen ran

Abschied von Alexander Winkler und Verjüngungskur im letzten Heimspiel

  • vonChristian Amberg
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Noch stehen zwei Drittliga-Spieltage an, zumindest heute im letzten Heimspiel der Saison geht bei der SpVgg Unterhaching aber schon der Blick Richtung neue Saison.

Unterhaching – Es wird zum einen die erste seit fünf Jahren ohne Innenverteidiger Alexander Winkler, der zuletzt auch Kapitän war. Wegen einer Gelb-rot-Sperre hätte der 28-Jährige heute (19 Uhr) gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena zwar ohnehin zuschauen müssen, nun hatte Winkler unabhängig davon gestern seinen letzten Arbeitstag bei der SpVgg. Mit dem 30. Juni lief sein Vertrag aus, ab heute steht er bereits offiziell in Kaiserslautern unter Vertrag.

Ebenfalls schon wie in der neuen Saison, die nach derzeitigen Planungen wohl am 11. September beginnen soll, wollen sich die Hachinger optisch präsentieren: Die SpVgg läuft heute schon im neuen Trikot auf. Gestern wurden das rote Heim- und das blaue Auswärtsdress vorgestellt. Fans im Stadion können das neue Trikot natürlich nicht live bewundern, die Spieler aber schon mal den Tragekomfort testen. Innovativ: Das Shirt besteht zu hundert Prozent aus recyceltem Polyester. Die Spieler arbeiteten am Design zusammen ihrem Ausrüster „Qutfitter“ selbst mit.

„Uns ist ein echtes optisches Highlight gelungen“, lobt Kapitän Josef Welzmüller sich und seine Kollegen gestern gleich mal selbst.

Kurios: Für nur zwei Spiele wird das Trikot noch mal mit dem Logo des bisherigen Hauptsponsors „Frostkrone“ beflockt. Auch der Vertrag mit dem Food-Unternehmen lief gestern aus, die SpVgg will aber bis zum realen Saisonende ihren Sponsor noch die Brust überlassen.

Auch sportlich wartet heute schon einiges für die Zukunft. Wie vor einer Woche wird Cheftrainer Claus Schromm eine junge, unerfahrene Mannschaft aufs Feld schicken, die mit der gewohnten A-Elf nicht viel zu tun hat. Jannis Turtschan (18) spielte bereits gegen Magdeburg von Beginn an, Stürmer Dominik Bacher (18) wurde eingewechselt. Beide dürfen auch heute ran, ebenso wie Deniz Haimerl (17), der vor einer Woche ohne Einsatz im Kader war. Zudem holte Schromm mit Viktor Zentrich (17) einen weiteren Jugendspieler aus der U17 in den Kader. Grund für die Verjüngungskur ist nicht nur die Möglichkeit, dem Nachwuchs risikolos Spielpraxis zu geben, weil die Saison sportlich abgehakt ist. Der Coach möchte fürs Saisonfinale bei Aufstiegskandidat Duisburg am Samstag seine Stammkräfte schonen, um dort mit voller Kapelle anzutreten und sich keine Wettbewerbsverzerrung durch einen finalen Spaziergang vorwerfen zu lassen. „Deshalb gehen wir gegen Jena personell kein Risiko ein“, sagt er.

Die heftige Kritik, die einige Fans nach der Niederlage im Derby beim TSV 1860 in sozialen Medien auch am Trainer geäußert hatten, nahm Schromm gestern an: „Das gehört mit dazu und die Kritik ist berechtigt. Das müssen wir uns jetzt anhören. Wenn man es genießt in der Sonne zu stehen, muss man es auch aushalten, wenn’s mal bewölkt ist oder stürmt.“ 

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