Die SpVgg Unterhaching kommt im neuen Jahr nicht in Fahrt und verliert auch das Heimspiel gegen Magdeburg.
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Die SpVgg Unterhaching kommt im neuen Jahr nicht in Fahrt und verliert auch das Heimspiel gegen Magdeburg.

19. Spieltag der 3. Liga

Dritte Pleite im Jahr 2021: Hachings Talfahrt hält gegen Magdeburg an

  • vonChristian Amberg
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Die SpVgg Unterhachng hat auch das dritte Spiel im Jahr 2021 verloren. Gegen Abstiegskandidat FC Magdeburg setzte es im Sportpark eine 0:2-Heimniederlage.

  • Die SpVgg Unterhaching hat auch das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg verloren. 
  • Die Mannschaft von Trainer Arie van Lent kassiert damit im Jahr 2021 die dritte Pleite im dritten Spiel. 
  • In der Tabelle steht der Klub nur noch ganz knapp über dem Strich.

Die Tabelle hat nach wie vor ein schiefes Bild, da etliche Nachholspiele noch ausstehen und die Klubs entsprechend eine unterschiedliche Anzahl an Partien absolviert haben.

Unterhaching – Aber vor dem Wochenende, dem letzten offiziellen Spieltag der Vorrunde, hat die SpVgg nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Gegen den Tabellen-Vorletzten 1. FC Magdeburg steht für die Hachinger am Samstag (Anstoß 14 Uhr) daher fraglos einiges auf dem Spiel.

Das betonte gestern auch Trainer Arie van Lent: „Die Situation ist uns bewusst. Wenn wir Stand heute auf die Tabelle schauen, müssen wir feststellen, dass wir punkten müssen. Und wir täten gut dran, das jetzt auch zu tun.“ Hachings Cheftrainer hatte auch bei der bitteren 3:4-Heimniederlage gegen Verl im Nachholspiel am Dienstag „viele gute Dinge gesehen“, dennoch ist die Lage zu ernst, um sich daran nachhaltig zu ergötzen. „Irgendwann fehlen dir die Argumente, denn es geht letztlich um Punkte“, sagt van Lent. 3:1 geführt, dennoch das Spiel noch verloren, das hat geschmerzt. Und wirkt sich jetzt im Klassement aus. Denn das Nachholspiel war für die SpVgg quasi ein Joker auf drei Zusatzpunkte, den einige Kontrahenten nicht mehr haben.

Dass die Mannschaft am Tag nach dem denkwürdigen Debakel mit drei Gegentoren in den letzten fünf Minuten, die alle Punkte kosteten, frei hatte und sich nicht gleich mit dem Aufarbeiten des unglaublichen Geschehens quälen musste, war für van Lent das bestmögliche Rezept: „Es war gut für alle, mal Luft zu holen.“ Denn trotz des Schocks, der Präsident Manfred Schwabl ungewohnt heftig nervte („in diese Kerbe werden wir reinschlagen“), soll seine Mannschaft den Spaß nicht verlieren. „Gute Laune hilft trotzdem“, sagt van Lent, „auch wenn wir den Ernst der Lage natürlich nicht ignorieren. Aber den Spaß am Fußball sollen alle weiter haben. Bis zur 70. Minute hat ja alles gut ausgesehen.“ Ob Gegner Magdeburg am Samstag Nachmittag allzu viel Unterhachinger Spielfreude zulässt, ist zweifelhaft. Der Abstiegskandidat, der zwei Jahre nach dem Zweitliga-Abstieg eigentlich so gerne wieder oben mitmischen wollte, gilt eher als rustikaler Vertreter des Fußball-Geschäfts. „Eine Mannschaft, die nicht so vom Fußball lebt wie wir“, weiß auch Hachings Cheftrainer, „mit einer körperlich ganz anderen Präsenz. Aber wir wollen trotzdem das Heft in die Hand nehmen und offensiv bleiben. Das ist unser Spiel.“ Das zuletzt nicht rundum funktionierte.

Es wird spannend, ob sich die SpVgg auch gegen einen kernigen Abstiegskandidaten, dem das Wasser aktuell schon fast höher als bis zum Hals steht, behaupten kann – und das über 90 Minuten. Zumal FCM-Trainer Thomas Hoßmang die Leistung seiner Elf beim 1:2 gegen Saarbrücken unter der Woche als „beste Saisonleistung“ deklarierte. Zuvor waren die Magdeburger sogar fünf Spiele in Folge ungeschlagen geblieben. „Für beide Mannschaften ist das Spiel sehr wichtig, beide Teams wollen zum Ende der Rückrunde punkten“, sagt van Lent.

Eine andere spannende Frage, nämlich die nach der Zukunft von Torhüter Nico Mantl, ist weiterhin ungeklärt. Ein Verdacht, der sich zuletzt unter Beobachtern und Fans aufdrängte, scheint wohl vom Tisch: Dass Haching sein wertvolles Torwart-Juwel wegen eines bevorstehenden Wechsels inklusive üppiger Ablösezahlung keinem Verletzungsrisiko mehr aussetzen wollte und ihn deswegen zwei Spiele auf der Tribüne parkte. Zunächst mit dem vagen Hinweis „muskuläre Probleme“, anschließend auf Nachfrage mit der Diagnose „Oberschenkelzerrung“. Mantl steht gegen Magdeburg wieder im Unterhachinger Kasten. Es könnte aber durchaus schon das Abschiedsspiel für den 20-jährigen Torwart sein. Die Gespräche mit RB Salzburg über einen Transfer laufen, das ist kein Geheimnis mehr.

Der MDR überträgt die Partie aus dem Sportpark in seinem Dritten Programm live in voller Länge.

SpVgg Unterhaching: Mantl – Schwabl, R. Müller, Greger, Dombrowka – Grauschopf, Fuchs – Anspach, Hufnagel, Marseiler – Hasenhüttl.

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