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Torjäger Stephan Hain ist nach neunmo natiger Leidenszeit immer noch nicht ganz schmerzfrei.

Erfolgreichster Angreifer sieht noch eine Chance auf den Klassenerhalt in der Dritten Liga

Hachings Torjäger Hain: „Ich kann mir auch vorstellen, in der Regionalliga weiterzuhelfen“

  • vonChristian Amberg
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Stephan Hain, der mit 36 Toren in 89 Drittligaspielen im Hachinger Trikot erfolgreiche Angreifer, muss sich bei einem möglichen Regionalliga-Abstieg ebenso wie zahlreiche weitere Mitspieler Gedanken über seine Zukunft machen.

Unterhaching – Bei der SpVgg Unterhaching brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Hachings Sportlicher Leiter Claus Schromm hat beim Fußball-Drittligisten um eine Auszeit bis zum Saisonende gebeten, er reagiert damit möglicherweise auf die anhaltende sportliche Misere unter dem aktuellen Cheftrainer Arie van Lent, der im Sommer 2020 als Trainer nachfolgte.

Vor diesem Zusammenhang darf man gespannt sein, wie die Personalplanungen bei der akut abstiegsbedrohten SpVgg demnächst weiter voranschreiten. Neben der Besetzung der Sportlichen Leitung und dem Trainerteam für die kommende Saison betrifft diese Tatsache insbesondere auch einige Spieler. Darunter befindet sich auch Stephan Hain, der nach neunmonatiger Leidenszeit wegen einer Knieverletzung vor knapp zwei Wochen erstmals wieder eingesetzt wurde. Der mit 36 Toren in 89 Drittligaspielen im Hachinger Trikot erfolgreiche Angreifer muss sich bei einem möglichen Regionalliga-Abstieg ebenso wie zahlreiche weitere Mitspieler Gedanken über seine Zukunft machen. Ähnlich wie Mitspieler Dominik Stahl, der zuletzt seinen Verbleib im Unterhachinger Sportpark für die kommende Saison unabhängig von der Ligazugehörigkeit verkündet hatte, möchte Hain einen Weggang nach einem Abstieg nicht grundsätzlich ausschließen. „Ich kann mir auch vorstellen, in der Regionalliga weiterzuhelfen“, sagt der einstige Hachinger Top-Torjäger.

Um doch noch ein weiteres Jahr in der 3. Liga zu verbleiben, muss sich sein Team allerdings deutlich steigern. Hain erkennt in seiner Mannschaft sowohl in seinem angestammten Terrain vor dem gegnerischen Tor als auch in der Abwehr Defizite. „Wir sind vorne nicht zwingend genug und hinten machen wir die Gegentore selbst. Es zieht sich durch die ganze Saison. Deswegen stehen wir nicht zu Unrecht hinten drin“, sagt der 31-Jährige. Hoffnung auf eine Kehrtwende nach zuletzt nur einem Sieg aus 13 Spielen macht den Hachingern die Tatsache, dass sie von der Konkurrenz scheinbar nicht ganz so weit entfernt sind. Bei den 18 Hachinger Niederlagen verloren die Rot-Blauen insgesamt zwölf Mal nur mit einem Tor Unterschied. „Wir waren nie chancenlos. Wenn wir vorne zwingender werden, dann ist die Chance noch da.“

Persönlich möchte der bundesligaerfahrene Torjäger so schnell wie möglich wieder an seine alten Zeiten herankommen. Hain muss sich allerdings noch ein klein wenig gedulden. Nachdem sich sein Knie noch nicht zu jeder Zeit im Training und im Spiel komplett schmerzfrei anfühlt, wird es beim einstigen Hachinger Top-Torjäger möglicherweise bis zu seinem nächsten Startelfeinsatz noch etwas dauern. Voll motiviert ist Hain jedenfalls, um die Hachinger mit seinen eigenen Toren wie zu früheren Zeiten aus dem Tabellenkeller zu schießen. „Ich möchte an meine frühere Form wieder anknüpfen. Man misst sich immer an der Leistung, die man schon einmal hatte.“ 

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