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Auch beim Abstieg bliebe Kapitän Seppi Welzmüller der SpVgg Unterhaching treu. 

Welzmüller erkennt Domino-Effekt

  • vonRobert M. Frank
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Der verletzte Hachinger Kapitän Josef Welzmüller bereitet sein Comeback unabhängig von einer Ligazugehörigkeit für die neue Saison vor. Der Innenverteidiger beurteilt die Kadersituation der laufenden Saison kritisch und erwartet einen Umbruch zur neuen Spielzeit.

Unterhaching – Auch wenn die Lage schier aussichtslos ist, gilt es für die SpVgg Unterhaching, den drohenden Abstieg doch noch abzuwenden und den derzeitigen Abstand von neun Punkten auf das rettende Ufer aufzuholen. „Solange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir alles versuchen. Aber klar ist: Die Klasse zu halten, ist nach der Niederlage gegen Uerdingen schwieriger geworden“, sagt Kapitän Josef Welzmüller.

Der seit sechs Monaten verletzt fehlende Kapitän Josef Welzmüller stuft die Hauptgründe für die Hachinger Talfahrt als „komplexer“ ein. Dass die Spieler zwischen den erfahrenen Kräften und den Nachwuchstalenten nicht den erhofften Schritt zu Führungsspielern gemacht haben, spiele laut dem 31-Jährigen dabei auch eine Rolle. Und weniger die Vermutung, dass der Kader nicht ausreichend Qualität für die 3. Liga besitze. Der Innenverteidiger will eine Art Domino-Effekt erkannt haben, der am Ende der Kette auch die jungen Talente in ihrer Entwicklung ausbremste. „Es wurde damit gerechnet, dass ein paar der Spieler hinter den Stammkräften schon in dieser Saison zu Führungsspielern werden. Das ist leider nicht geschehen“, sagte Welzmüller.

Sollte sich das Team von Cheftrainer Arie van Lent nach sechs Jahren Drittklassigkeit wieder in den Amateurfußball verabschieden, erwartet Welzmüller einen „großen Umbruch“. Er selbst besitzt ligaunabhängig noch einen Vertrag. Im Falle eines Abstieges würde der Defensivspezialist mit Vertrag bis 2022 einen direkten Wiederaufstieg beim „Herzensprojekt Haching“ anvisieren.

Zunächst gilt es für Welzmüller allerdings, sich auf seine eigene Wiedergenesung zu konzentrieren. Seit seinem Kreuzbandriss im August 2020 – dem dritten in seiner Karriere – arbeitet der gebürtige Münchner hart an seinem Comeback.

Die schlechten Ergebnisse seiner Mannschaft in der jüngsten Vergangenheit gestalten auch seine Reha aus mentaler Sicht etwas zäh, wie Welzmüller berichtet. „Die Frustration ist riesig und die Resultate sind unbefriedigend. Das schlägt sich manchmal auch bei mir in der Reha nieder“, sagt der Hachinger Kapitän. Welzmüller plant, nach auskurierter Verletzung in der kommenden Saisonvorbereitung wieder voll anzugreifen. So wie sich die aktuell prekäre Hachinger Situation darstellt, dann wahrscheinlich in der Regionalliga. Viel lieber würde sich der Abwehrspezialist allerdings in der 3. Liga noch einmal das Hachinger Trikot überstreifen. „Ich will mit Haching auf jeden Fall noch einmal im Profifußball spielen.“

Der große Wunsch
des Kapitäns: Mit
Haching nochmal
Profi-Fußball spielen

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