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Zuletzt war Dominik Stahl (l. neben Maxi Bauer) nur als Zuschauer im Stadion. Heute könnte er sein Comeback feiern. 

Schaulaufen für neue Vereine

  • vonRobert Gasser
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Die SpVgg Unterhaching vor dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim: Schaulaufen für neue Vereine.

Unterhaching– Es ist noch nicht einmal fünf Monate her, da sah die Welt bei der SpVgg Unterhaching noch ganz anders aus. Am 15. Dezember gewannen die Hachinger ihr Drittliga-Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim 4:1und belegten in der Tabelle den 13. Platz. „Wir haben es in diesem Spiel richtig gut gemacht“, erinnert sich Hachings Chefcoach Arie van Lent gerne an diesen Tag in der Vorweihnachtszeit zurück. Keine fünf Monate später treffen die Hachinger am Mittwoch erneut auf die Waldhöfer, diesmal im heimischen Sportpark (19 Uhr), und nun ist die Lage aussichtslos. Die SpVgg ist schon lange Tabellenletzter. Mit neun Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bei vier noch ausstehenden Spielen ist der Abstieg in die Regionalliga nur noch in der Theorie zu vermeiden, in der Praxis nicht.

Somit richtet sich der Blick in die Zukunft, in der sich die Hachinger in der obersten Amateurliga wiederfinden werden. Da soll neben Torjäger Stephan Hain (der in dieser Saison zu lange schmerzlich vermisst wurde) und Seppi Welzmüller Dominik Stahl die Hachinger Achse bilden. Ob auch Markus Schwabl bleibt, ist noch unklar. Stahl ist nach seinem Kreuzbandriss seit einiger Zeit wieder im Mannschaftstraining und könnte heute vielleicht sein Comeback feiern.

Doch wie geht eine Mannschaft in die letzten vier Saisonspiele, die weiß, dass sie den Abstieg nicht mehr verhindern kann? „Ich habe an die Mannschaft appelliert, bis zum Schluss alles zu geben. Die Spieler sind es nicht nur sich selbst schuldig, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, sondern dem ganzen Verein.“ Ob die Worte des Trainers noch alle Spieler erreichen, ist äußerst fraglich, schließlich haben die Hachinger Verantwortlichen einigen Spielern bereits klar gemacht, dass sie sich einen neuen Verein suchen müssen. Anderseits müssen sie sich potenziellen neuen Arbeitgebern gut präsentieren. Denn, glaubt van Lent: „Aufgrund der angespannten finanziellen Situation werden viele Zweit- und Drittligisten ihre Kader verkleinern. Es wird mehr arbeitslose Profis geben.“

SpVgg Unterhaching: Coppens - Schwabl, Grauschopf, Greger, Turtschan - Müller - Fuchs, Anspach, Heinrich - Hain, Hasenhüttl.

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