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Löwen-Power hoch zwei: 1860-Spielmacher Timo Gebhart (l.), über den sein Berater sagt: „Er fühlt sich stark.“ Neben Gebhart: Ismaiks rechte Hand Anthony Power (aktuell: Chef der Fanartikel-GmbH), der sich einen stattlichen Bizeps antrainiert hat.

Offensivstratege wieder voll im Training

1860: Gebhart vor dem Comeback

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Timo Gebhard ist seit Anfang Januar verletzt. Seitdem fehlt beim TSV 1860 ein wichtiges spielerisches Element. Doch nun rückt sein Comeback immer näher. 

München – Schneidig sah es aus, wie Timo Gebhart um die Ecke bog, den Kabinentrakt des TSV 1860 hinter sich ließ und den Parkplatz an der Grünwalder Straße ansteuerte. Ein Mann in Eile, so zumindest wirkte es. Es könnte daran gelegen haben, dass die Tage gezählt sind, da Gebhart untätig zuschaut, derweil sich seine Teamkollegen auf ein Spiel vorbereiten. Bereits vor zehn Tagen hat sich der lange verletzt gewesene Offensivstratege im Training zurückgemeldet. Jetzt, so scheint es, könnte sein Comeback im 18er-Kader bevorstehen. Kurz blieb Gebhart gestern noch stehen und rief, so dass es jeder Gast in Christls Biergarten hören konnte: „Ich fühle mich gut!“ Gefragt, ob er folglich auch mit zum Spiel in Illertissen fahren werde, fiel die Antwort etwas knapper aus: „Trainer fragen!“

Daniel Bierofka, Trainer der Löwen, stellte dann immerhin fest, dass Gebhart ab sofort wieder dem ersten Aufgebot zuzurechnen ist. „Ich hab ihn gestern im Training intensiv beobachtet“, sagte er: „Das sieht sehr ordentlich aus. Es ist auf jeden Fall eine Option, dass ich ihn mitnehme. Und wenn es so kommt, dann wäre auch ein Kurzeinsatz realistisch.“ Für die Aufstiegs-Relegation, bestätigte er noch, habe er den seit dem 1. September absenten Spielmacher auf dem Zettel.

Ein anderer Spieler, der für Angriffspower steht, trug gestern dazu bei, dass Bierofka ein wenig grüblerisch wirkte. Markus Ziereis, beim 1:1 gegen Augsburg vor der Pause ausgewechselt, weilte bei der MRT-Untersuchung, als der Coach zu dessen lädiertem Oberschenkel befragt wurde. Bierofkas Antwort: „Momentan sieht’s nicht gut aus.“ Die Teilentwarnung folgte am frühen Abend: Nur eine Zerrung, nicht der befürchtete Faserriss. Die Erleichterung der Löwen dürfte enorm sein.

In Bierofkas Wichtigkeitsskala scheint Ziereis ähnlich hoch angesiedelt zu sein wie Gebhart und die anderen Ex-Profis. „Der Zier ist ein Spieler, den wir nicht so ohne Weiteres ersetzen könnten. 13 Tore und neun Vorlagen – das stampft man nicht so einfach aus dem Boden.“ Für Bierofka steht fest: Ein längerer Ausfall des Stürmers wäre „bitter“ gewesen in der entscheidenden Saisonphase.

Entscheidend, sagte er, sei jetzt nämlich jedes anstehende Spiel, also auch das in Illertissen heute Abend. Dass im Umfeld mehr über das Derby am Sonntag oder die Aufstiegs-Relegation gesprochen wird, passt dem akribischen Coach nicht in den Kram. „Noch sind wir nicht Meister“, betonte er: „Erst mal müssen wir die restlichen Punkte holen, dann schauen wir weiter.“ Glaubhaft versicherte er, bis gestern nur einen Gegner auf dem Radar gehabt zu haben: Illertissen.

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