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Wieder nicht in der Startelf: Wo ist Liendls Platz?

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Von: Ludwig Krammer

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Zwei glückliche Joker: Liendl (l.) und Daylon Claasen
Zwei glückliche Joker: Liendl (l.) und Daylon Claasen. © MIS

München - Er ist der treffsicherste Löwe in dieser Saison, einen Stammplatz hat Michael Liendl deswegen aber noch lange nicht. Auch nicht bei Neu-Coach Pereira. Was ist da eigentlich los?

Ein Bierseidl der Urlaubsregion Sonnenwald und eine Flasche Marillenlikör – das waren die Geschenke, die Michael Liendl am Samstag beim Fanklubbesuch in Zenting (Kreis Freyung-Grafenau) überreicht bekam. Zielwasser für den treffsichersten Löwen (sieben Saisontore) – vielleicht gibt Liendl ja seinen Kollegen ein paar Stamperl ab. Schaden kann’s nicht mit Blick auf die vergebenen Chancen vom Freitag gegen Fürth.

Warum dieser Liendl nicht von Anfang an spielen durfte? „Das war die meistgestellte Frage bei uns im Fanklub am Samstag“, sagt Vorstand Reinhold Lang. „Der Michi ist einer, der Fußball spielen kann. Davon gibt es in der Mannschaft nicht allzu viele.“

Liendl selbst hatte sich dazu bereits am Freitag nach seinem Siegtor zum 2:1 geäußert. „Ich habe den Anspruch, in der Mannschaft zu spielen, weil ich die Qualität einfach habe“, sprach er. „Das weiß ich, und das wissen, glaube ich, viele andere auch. Das ist keine Kampfansage, sondern einfach mein Anspruch an mich selbst.“ Daniel Bierofka und Kosta Runjaic gingen mit diesem Anspruch nur phasenweise konform, auch Neu-Trainer Vitor Pereira setzte gegen Fürth zunächst lieber auf Daniel Adlung als auf den Österreicher.

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich beim Trainer in der Hierarchie stehe“, sagte Liendl auf die Frage nach seinem gefühlten Stellenwert. „Das ist mein Ding bei Sechzig, dass es immer auf und ab geht. Und es ist die letzten Jahre immer mal wieder was Neues passiert hier, damit muss man umgehen können.“

Liendls Vertrag bei 1860 endet zum Saisonende. Ein vorzeitiger Wechsel bis zum Transferschluss am Dienstag ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht explizit ausgeschlossen. „Man weiß nie, was passiert“, sagt der 31-Jährige. „Im Fußballgeschäft kann alles sehr schnell gehen. Stand jetzt bin ich prinzipiell ganz normal Spieler hier.“

Nicht nur die Fans in Zenting hoffen, dass das auch am Mittwoch noch gilt.

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