1860-Torhüter Ochs zu Red Bull Salzburg

- München/Salzburg - Am Donnerstagabend hatte 1860-Chef Stefan Ziffzer noch bedauernd festgestellt: "Was mit Timo Ochs passiert, liegt nicht in unserer Macht." Keine 20 Stunden später erreichte seinen Klub dann eine Agenturmeldung aus Österreich: "Timo Ochs wechselt zu Red Bull Salzburg."

Weil der bis 2008 datierte Vertrag des Torhüters eine Ausstiegsklausel enthielt, hatte Ochs sein Schicksal selber in der Hand. Die Löwen sind nun zwar um die festgeschriebene Ablöse in Höhe von 600 000 Euro reicher, dafür verlieren sie den einzigen Profi, der in der abgelaufenen Saison konstant seine Leistung brachte. Manager Stefan Reuter wollte den Wechsel noch nicht offiziell bestätigen, sprach aber bereits eine Art Nachruf: "Er war ein absoluter Stammtorhüter, ein Stabilisator - es ist schade, wenn er wirklich geht."

Ochs kickt wohl künftig unter dem Duo Trapattoni/Matthäus in der Alpenliga - zurück bleiben Löwen, die sich schwer tun, ihr Wunschteam zu formieren. Nächste Enttäuschung: Die Absage des Cottbusers Kevin McKenna. "Wir waren uns schon einig, dass er kommt", bestätigt Ziffzer. Bis McKennas aus Cottbus stammende Frau ein Veto einlegte und Energie-Coach Petrik Sander auf die Barrikaden ging. Er drohte mit seinem Abschied, falls sein wertvollster Profi verkauft werde.

McKenna, nominell als Abwehrspieler geführt, hat nämlich mindestens ebenso beachtliche Sturmqualitäten - mit zehn erzielten Treffern war der Allrounder zweiterfolgreichster Torschütze im Aufstiegsjahr. Kurios: Er traf wie sein bereits zu 1860 gewechselter (Ex-)Teamkollege Gregg Berhalter beim 3:1 gegen die Münchner am letzten Spieltag. Ziffzer outet sich als Fan des stürmenden Verteidigers: "Mit seiner Verpflichtung hätten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Für ihn hätten wir sogar Geld ausgegeben, das wir gar nicht haben."

Immerhin: Durch die Ochs-Ablöse habe die Löwen nun etwas mehr Handlungsspielraum. Hinzu kommt eine sechsstellige Garantiesumme für das Lokalderby gegen den FC Bayern am 8. August. Geld, das die Löwen dringend brauchen, wenn sie kommende Saison ein konkurrenzfähiges Team stellen wollen.

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