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In einem engen Spiel verlieren die Löwen gegen Kaiserslautern durch ein Eigentor von Gytkjaer. 

Abstiegs-Kracher gegen Kaiserslautern

Kein Befreiungsschlag: Löwen wieder in höchster Not

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Kaiserslautern - Nach einer enttäuschenden Leistung verlieren die Löwen das direkte Abstiegsduell gegen den 1. FC Kaiserslautern durch ein Eigentor von Christian Gytkjaer. 

Endlich traf wieder ein Stürmer – aber leider ins eigene Tor! Vor über 27 000 Zuschauern verloren die Löwen auf dem Betzenberg durch ein Eigentor von Stürmer Christian Gytkjaer in der 72. Minute mit 0:1 und fielen in der Tabelle auf Rang 14 zurück. Ein Punkt trennt sie von der Relegation.

Hier können Sie das Spiel im Ticker nachlesen

Die Ausgangsituation war vor dem Spiel für beide klar: verlieren verboten. Nur ein Punkt trennte die beiden Traditionsmannschaften vor dem Aufeinandertreffen. „Heute ist ein sehr wichtiger Tag für uns“, schrieb Hasan Ismaik vor dem Spiel bei Facebook. Die Zielsetzung war also vor dem Spiel vorgegeben.

Bei den Löwen gab es zwei Änderungen im Vergleich zum Spiel gegen Sandhausen: Felix Uduokhai kehrte nach seiner Erkältung wieder in die Dreierkette zurück. Außerdem durfte Christian Gytkjaer von Anfang an ran. Kapitän war Michael Liendl – schon der elfte unter Pereira!

Nur 3er und 4er: Bilder und Noten der Sechzger vom Spiel in Lautern

Die ersten zehn Minuten hätte man sich durchaus schenken können. Beiden Mannschaften war die Nervosität anzumerken. Kaum Tempo und dafür viel Fehlpässe. Wahrlich kein Fußall-Schmankerl… Die erste Chance musste deshalb per Standard kommen. Ecke von Sebastian Kerk, Tim Heubach mit dem Abschluss, aber Stefan Ortega konnte parieren (10.). In der Folge wurden aber die Löwen zu mindestens optisch besser. Für die erste Chance brauchte es trotzdem einen Liendl-Standard. Sein Freistoß von rechts flog an allen vorbei, aber Keeper Julian Pollersbeck war in der 19. Minute zur Stelle. 

Kaiserslautern leistete sich erschreckende Fehler im Spielaufbau, doch Sechzig konnte diesen Vorteil nicht in Chancen umwandeln. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis Amilton sich stark den Ball erkämpfte und wunderbar auf Gytkjaer ablegte. Der Däne scheiterte aber an Pollersbeck (42.). Eine Minute später stand wieder Gytkjaer im Mittelpunkt, doch sein Schuss aus knapp 25 Metern ging knapp drüber.

Kaiserlautern musste was machen und brachte Ex-Löwe Halfar für die Offensive. Besser kamen aber die Münchner rein. Ecke Liendl, Aigner mit dem Kopf knapp vorbei (47.). Plötzlich hätten aber die Hausherren in Führunge gehen müssen. Kapitän Christoph Moritz spielte wunderbar Marcel Gaus an, doch Daogari Zoua kam nicht an seine Hereingabe ran (52.). 

1860 blieb aber die bessere Mannschaft, spielte phasenweise gut nach vorne, doch der letzte Pass kam nicht an. Kaiserslautern war erschreckend schwach, aber hatte die Chance. Ba konnte gerade noch einen Heubach-Kopfball von der Linie kratzen (66.). Doch dann lief die 72. Minute und Gytkjaer köpfte den Freistoß von Halfar ins eigene Tor. Pereira setzte jetzt auf volle Offensive. Mit Ivica Olic und Sascha Mölders brachte er zwei neue Stürmer. Gefährlich wurden die Löwen aber nicht mehr. Bis zum bitteren Ende. 

Nach der Partie haderten Trainer und Spieler der Löwen mit der eigenen Chancenverwertung. Hier geht‘s zu den Stimmen zum Spiel. 

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dpa

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