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2017 soll vieles besser werden: TSV 1860 will Chaosjahr vergessen machen

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Mit Vitor Pereira soll es bei den Löwen wieder bergauf gehen?
Mit Vitor Pereira soll es bei den Löwen wieder bergauf gehen. © MIS

München - Medienboykott, Schimpftiraden, Beurlaubungen - 1860 München hat seinem Ruf als Chaosverein 2016 alle Ehre gemacht. Im neuen Jahr soll wie so oft für den TSV alles besser werden. In der Vorbereitung setzen die Münchner auch auf die Aura von José Mourinho.

An kreativen Ideen mangelt es Investor Hasan Ismaik und dem TSV 1860 München wirklich nicht. Da 2017 so vieles beim Chaosverein der 2. Bundesliga besser werden soll, setzen die Löwen ab dem 4. Januar auf den Geist von Tróia. In dem nach Manchester Uniteds Starcoach José Mourinho benannten Trainingscenter in Portugal will der neue Trainer Vítor Pereira die Münchner auf ihre Aufholjagd vorbereiten. 16 Tage harter Arbeit unweit von Mourinhos Geburtsort Setúbal - für Ismaik ist das gerade recht.

Pereira scheint für den launischen Jordanier nun der richtige Coach zu sein. Davon gab es für Ismaik aber beim TSV schon so einige. Alleine 2016 verschliss der umstrittene Geschäftsmann in Benno Möhlmann und Kosta Runjaic zwei Cheftrainer.

Pereira in ungewohntem Umfeld

Für Pereira sind die Münchner nun Neuland. Denn der 48-Jährige war es bislang gewohnt, um Titel mitzuspielen. Den FC Porto führte er in seiner Heimat zu zwei Meisterschaften (2012, 2013), mit Olympiakos Piräus wurde er 2015 griechischer Meister und Pokalsieger.

„1860 muss bei den Großen im deutschen Fußball dabei sein“, sagte Pereira bei seiner Vorstellung wenige Tage vor Weihnachten. Ein steiler Aufstieg sei für den derzeitigen Tabellen-14. Pflicht. „Ich möchte diesen Verein in die Bundesliga führen“, versicherte Pereira, der einen Vertrag bis Sommer 2018 unterschrieb und dann den Sprung geschafft haben soll.

Vielleicht gelingt es dem international erfahrenen Coach tatsächlich. Immerhin kennt er sich - abgehärtet durch Stationen in Griechenland, der Türkei und Saudi-Arabien - mit ungeduldigen und mächtigen Vereinsbossen aus. Ismaik will für seinen Hoffnungsträger auf dem Transfermarkt jedenfalls schon mal investieren. Er versprach neue Spieler, „um das Niveau zu erhöhen“, wie Pereira erklärte. Einer soll angeblich Linksverteidiger Ismaily von Schachtjor Donezk werden.

Neuer Coach hinterlässt Eindruck

Bei Vereinspräsident Peter Cassalette hinterließ der neue Coach mächtig Eindruck. „Er ist bereit, die Herausforderung 1860 anzunehmen“, sagte der 63-Jährige. Das viel größere Lob verpackte er in einem Halbsatz, als er meinte, dass Pereira „einen rationalen Blick auf unsere Probleme“ habe.

Das bedeutet bei den Löwen viel. Schließlich machte der TSV im ablaufenden Jahr durch Trainerbeurlaubungen, Trennungen von Sportchefs, einem Medienboykott, Schimpftiraden sowie dem einen oder anderen weiteren Skandälchen von sich reden. Ganz rational positive Schlagzeilen produzieren? Das fände Pereira sicher sehr gut.

dpa

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