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Adriano Grimaldi im Trainingslager der Löwen in Kössen - wandern war er aber noch nicht.

27-Jähriger will sich nicht unter Druck setzen lassen

Neu-Löwe Grimaldi: Favoriten sind andere, aber „wir können auch eine gute Rolle spielen“

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Adriano Grimaldis Auftrag bei den Löwen: Tore schießen! Der 27-jährige Stürmer wechselte vor der Saison von Preußen Münster an die Isar. Das tz-Interview.

Herr Grimaldi, wir sitzen hier mit herrlichem Blick auf den Zahmen Kaiser. Gehen Sie gerne wandern?

Grimaldi: Noch nicht – jetzt bin ich aber näher an den Bergen. Ich werde sicher mit meiner Familie mal wandern.

Was lautet bislang Ihr Fazit des Trainingslagers?

Grimaldi: Wir haben einiges gemacht und geschafft. Erstmal war das Kennenlernen wichtig, auch von der Spielweise her. Ich denke, dass wir da einen guten Eindruck voneinander bekommen, gerade die neuen Spieler.

Was ist mit der Mannschaft drin in der Dritten Liga?

Grimaldi: Das kann ich noch nicht sagen. Wir haben gute Jungs, wir können auch eine gute Rolle spielen. Ich will mich da jetzt aber auf nicht festlegen. Wichtig wird, wie es in der Liga beginnt.

Wer ist für Sie Favorit?

Grimaldi: Auf jeden Fall der KSC. Viele sagen auch Braunschweig, Lautern und Uerdingen. Das sind aber auch zum Teil neu zusammengestellte Mannschaften, die sich erst finden müssen. Ob das alles von Anfang an so reibungslos funktioniert, kann ich mir nicht vorstellen.

Worauf kommt es in der Dritten Liga an?

Grimaldi: In den letzten Jahren ging viel über Körperlichkeit, Laufstärke und Wille. Auf jeder Position hat man Eins-gegen-eins-Duelle, die man gewinnen muss, um den Gegner runterzukriegen. Der Hauptpunkt ist aber in meinen Augen die Defensive.

Immer aktuelle Infos: Zum News-Ticker aus dem 1860-Trainingslager 

Sportchef Gorenzel meint, die Identität der Mannschaft sollte lauten: kompakt stehen und umschalten.

Grimaldi: Da passen wir ganz gut rein.

Eine große Frage ist, ob Sie zusammen mit Sascha Mölders spielen können oder ob es nur einen vorne geben kann.

Grimaldi: Das überlasse ich dem Trainer.

Der Konkurrenzkampf ist dieses Jahr sehr groß.

Grimaldi: Den gibt es überall und man sollte ihn auch annehmen. Das heißt nicht, dass man schlechte Stimmung reinbringt oder sich nicht versteht – ganz im Gegenteil.

Das heißt, dass mit Ihnen und Sascha Mölders auch alles gut ist?

Grimaldi: Warum nicht? (lacht) Ich hatte bis jetzt in der Regel immer ein gutes Verhältnis zu meinen Konkurrenten. Es geht immer um die Art und Weise, wie man es lebt. Entweder es passt, oder halt nicht – unabhängig von der Position. Aber dann haut man sich nicht auf die Fresse sondern geht damit professionell um.

Neuzugang Adriano Grimaldi und tz-Reporter Florian Fussek im Gespräch in Kössen.

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Haben Sie ein Ziel was Ihre Torquote angeht? Die letzten beiden Jahre trafen Sie zweistellig.

Grimaldi: Nein. Warum sollte ich mich unnötig unter Druck setzten?

Viele Tore fallen bei der WM durch Standards. Das war letzte Saison eine Stärke der Löwen. Wird das wieder ein Faktor?

Grimaldi: Auf jeden Fall – gerade in der Dritten Liga. Wie gesagt, defensiv gut stehen und nach Möglichkeit gut kontern. Wenn das nicht funktioniert, sollte man trotzdem gut stehen und dann halt per Standards die Tore machen. In der Liga sind viele stark bei Standards – defensiv wie offensiv. Wir sollten daraus auch unsere Stärke machen.

Ein Thema bei den Fans sind Ihre roten Schuhe…

Grimaldi: Wenn mein Ausrüster eine neue Farbe rausbringt, hole ich mir blaue Schuhe oder welche in Weiß. Weiß-Blau geht ja auch (lacht).

Interview: Florian Fussek

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