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Aigner: „Zwei Bonusspiele, um die Saison zu retten“

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Von: Florian Fussek, Florian weiß

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Der TSV 1860 verspielt den bis zur 86. Minute sicher geglaubten Sieg und den direkten Klassenerhalt.  Stefan Aigner setzt jetzt auf die „zwei Bonusspiele“ in der Relegation gegen Regensburg.

Heidenheim - Dem früheren deutschen Meister 1860 München droht erneut der Absturz in die 3. Liga. Nach dem 1:2 (0:0) der Löwen beim 1. FC Heidenheim muss der Stadtrivale des großen FC Bayern zum zweiten Mal nach 2015 in die Zweitliga-Relegation. "So bitter es ist: Wir haben jetzt zwei Bonusspiele gegen Regensburg, die müssen wir nutzen", sagte Stefan Aigner, der die Sechziger zunächst in Führung gebracht hatte, bei Sky.

Vitor Pereira auf der Pressekonferenz

„Es war wichtig, dass die Mannschaft für eine Sieg gespielt hat, nicht für ein Unentschieden. Wir waren organisiert und standen auch gut und machen das 1:0. Das erste Tor war das schwierige, um die Dose zu öffnen. Bis zur 85. Minute, in der wir durch einen Standardfehler den Ausgleich kassieren - das ist uns schon oft in dieser Saison passiert, dass diese Fehler unsere Leistung am Ende nicht belohnen. Heute ist die Niederlage schwer zu verdauen, wir waren dem Ziel so nah. Es ist hart. Im letzten Spiel hatten wir auch die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden, waren aber nicht gut. Heute waren wir besser und hatten es auch selbst in der Hand in der Liga zu bleiben. Deshalb ist es sehr traurig, wir sind enttäuscht und die Fans sicher auch, obwohl sie heute sehr gut mitgemacht haben. Das hat mich sehr gefreut. Jetzt müssen wir die Seite umblättern und diese zwei Möglichkeiten in der Relegation nutzen, damit wir unser Ziel erreichen. Ich glaube, dass wir es uns mit unserer Qualität und unsere Arbeit verdient haben und dass wir es packen.“

Das darf nicht wahr sein: Stefan Aigner nach dem Abpfiff in Heidenheim.
Das darf nicht wahr sein: Stefan Aigner nach dem Abpfiff in Heidenheim. © MIS

Stefan Aigner nach der Partie über...

... den Fehler beim 1:1: "Der Ball ging ins Tor, das lief falsch. Der haut ihn englisch rein, es war ein Flatterball. Aber trotz alledem kann man den verhindern. Es ist natürlich bitter. Es war kein Riesenfehler, zu dem man den Gegner eingeladen hat. Es war ein herrlicher Ball, eine gefährliche Hereingabe."

... was gegen Heidenheim gelaufen ist: "Es ist schwer zu sagen. Wir haben das Spiel weitestgehend im Griff gehabt, wir haben wenig Torchancen zugelassen. Es ist ein Beispiel für die Saison, wenn wir vorne sind, bekommen wir Angst die Punkte mit ins Ziel zu nehmen. Das haben wir heute wieder nicht geschafft. Jetzt haben wir zwei Bonusspiele für eine schlechte Saison."

... die zaghafte erste Hälfte: "Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, dafür, dass wir unten drin stecken und wussten, wir müssen einen Dreier einfahren. Ich glaube, es schwebt die Angst im Kopf, dass man ein 1:0 über die Linie bekommt."

... die Unsicherheit zu Beginn des Spiels: "Wenn du unten drin stehst und du musst gewinnen ist klar, dass du nicht lockerleicht aufspielst. Wir haben auch keine berauschende Saison hinter uns, da strahlt keiner vor Selbstvertrauen. Deswegen ist das für mich ganz natürlich. Ich denke, wir haben den Eindruck vermittelt, das jeder alles gegeben hat, dass jeder versucht hat das Maximale rauszuholen. Wenn du 1:0 führst wäre es mal schön, dass über die Runden zu bringen."

... die anstehende Relegation gegen Regensburg: "Wir müssen das positiv angehen. Es bringt nichts, wenn wir den Kopf in den Sand stecken und hadern. Früher ist man mit dem 16. Platz abgestiegen, jetzt hat man zwei Bonusspiele, in denen du die Saison retten kannst, wo du mit einem blauen Auge davon kommen kannst."

... seine Sicherheit nach der 1:0-Führung: "Sicher war ich mir überhaupt nicht, ich wusste auch die anderen Ergebnisse nicht. Ich wusste, dass es noch eine harte Viertelstunde wird."

Michael Liendl nach der Partie über...

... über die Partie: "Es ist nicht einfach. Du spielst hinten mit zwei extrem jungen Spielern, die das sehr gut gemacht haben. Es ist kein normales Spiel gewesen. Dass du da nicht gleich reinkommst, ist normal, aber gerade dann, wenn du 1:0 führst, musst du das ohne Wenn und Aber über die Bühne bringen. Du führst und schaffst es wieder nicht, den Sieg über die Runden zu bringen. Wenn du immer wieder solche Tore bekommst, dann hast es nicht verdient, dass du in der Liga bleibst. Genau den Freistoß haben wir vor dem Spiel uns angeschaut!“

... die anstehende Relegation gegen Regensburg: "Das ist wie ein Pokalfinale, wo es in zwei Spielen um Alles geht. Da entscheidet nicht nur die Qualität, sondern auch die Mentalität, der Kampfgeist und die Körpersprache. Dass wir dem Gegner zeigen, dass wir eine Liga höher spielen. Das wird sich entscheiden in der kommenden Woche. Unsere einzige Aufgabe ist es die Leistung auf dem Platz zu bringen.

fw/ffu

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