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Andreas Rettig: 3. Liga produziert Sozialfälle - Anpassung der TV-Verträge als Lösungsvorschlag

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Andreas Rettig schlägt eine Änderung der Strukturen in der 3. Liga vor.
Andreas Rettig schlägt eine Änderung der Strukturen in der 3. Liga vor. © dpa

Andreas Rettig schlägt eine Änderung der Strukturen in der 3. Liga vor. Vor allem die Zweitliga-Absteiger fallen nach dem Abstieg in ein wirtschaftliches Loch.

München - Der langjährige Bundesliga-Manager Andreas Rettig hat eine Änderung der Strukturen in der dritthöchsten deutschen Spielklasse angemahnt. „In ihrer derzeitigen Form produzieren wir in der 3. Liga quasi sehenden Auges Sozialfälle. Das beginnt bei den Spielern und geht weiter zu den Vereinen, von denen viele ja ständig mit einem Bein in der Insolvenz stehen“, sagte der Hauptgeschäftsführung des Drittligisten Viktoria Köln.

„Das kann ein Verein vielleicht ein Jahr kompensieren, zwei oder drei Jahre lang aber nicht.“

Andreas Rettig über die wirtschaftliche Kluft zwischen der 2. und 3. Liga

Besonders die Zweitliga-Absteiger sieht Rettig in großer Gefahr. „Wenn man es schafft, in die 2. Bundesliga aufzusteigen, verachtfacht sich mit einem Schlag der Etat allein aufgrund der TV-Einnahmen. Auf der anderen Seite fallen die Absteiger aus der Zweiten Bundesliga in dieses Loch. Statt acht Millionen TV-Geld bekommen sie plötzlich nur noch eine Million. Ihre Kosten bleiben aber annähernd gleich“, sagte der 58-Jährige und ergänzte: „Das kann ein Verein vielleicht ein Jahr kompensieren, zwei oder drei Jahre lang aber nicht.“ Rettig forderte daher „dringend eine Änderung, die den Übergang von der 2. Bundesliga in die 3. Liga etwas abfedert“. Er brachte dabei „eine Anpassung der TV-Verträge“ oder „andere Unterstützungsmaßnahmen“ ins Gespräch.

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