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Berhalter: Freiburg ist unsere Kragenweite

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Albtraum Olic: Berhalter und Co. sind froh – Stürmer wie den Bayern-Profi in spe gibt es nicht in der 2. Liga.
Albtraum Olic: Berhalter und Co. sind froh – Stürmer wie den Bayern-Profi in spe gibt es nicht in der 2. Liga. © dpa

München - Kurzfristig sah es so aus, als würde Ivica Olic noch immer sein Unwesen treiben in der Gedankenwelt des Philipp Tschauner. Der Löwen-Torhüter führte eine kleine silberne Scheibe mit sich, als er gestern die Kabine verließ, doch er gab schnell Entwarnung.

Nein, sagte er schmunzelnd, er habe nicht vor, sich schon wieder die DVD mit seinen Fehlgriffen von Hamburg reinzuziehen. "Das ist eine CD mit Musik drauf", klärte er auf. Tschauner nahm die Scheibe mit in den Kraftraum und versicherte, dass er seinen Dreitore-Albtraum erfolgreich verscheucht habe: Olic und die HSV-Pleite (1:3) seien ein für alle Mal "abgehakt".

Es reichte den Löwen, gestern in der Kabine noch einmal das "Worst of"-Hamburg ansehen zu müssen; danach sagte auch Gregg Berhalter, der Teamälteste: "Es ist vorbei. Wir haben verloren, sind zwar enttäuscht, aber jetzt schauen wir nach vorne." Auf den Sonntag, wenn Freiburg zum Rückrundenstart in der Allianz Arena aufkreuzt.

Gilt die eigene Leistung vom Dienstag als aufgearbeitet, so soll die der Hamburger als Anschauungsunterricht dienen: "Schnelligkeit, Taktik, wie sie verschieben und sich am Ball bewegen . . ." Der HSV, schlussfolgerte Berhalter, "ist ein Topteam". Mit diesem Kaliber habe man es aber zum Glück nicht jede Woche zu tun: "Freiburg hat nicht diese Qualität." Außerdem: Durch das Pokalerlebnis und den Schalke-Test (2:2) sei man es nun gewohnt, "auf hohem Niveau zu spielen". Wichtigste Lehre: "Jede Minute konzentriert sein!" So könnte es auch mal wieder mit einem Heimsieg klappen.

Auch Tschauner sagt, er könne dem Auftaktprogramm - erst Freiburg, dann Mainz - einiges abgewinnen. "Danach wissen wir wenigstens, wo wir stehen." Zum Wiedersehen mit Olic kommt es frühestens im Sommer - wenn der Kroate eine Straße weiter trainiert. Im Bayern-Trikot.

Uli Kellner

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