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International erfahren: Collin Benjamin (r.) gegen Craig Bellamy (Manchester City) 2009 im Viertelfinale des UEFA-Cups (heute Europa League)

Benjamin: "Es reizt mich, 1860 zu helfen"

  • Ludwig Krammer
    VonLudwig Krammer
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  • Claudia Möllers
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München - Collin Benjamin steht vor einem Wechsel zum TSV 1860. Laut seinem Berater soll der Defensiv-Allrounder am Montag einen Vertrag bis 2012 unterschreiben.

2006 bejubelten Collin Benjamin (l.) und Benny Lauth gemeinsam im HSV-Dress einen Champions-League-Qualifikations-Sieg gegen Osasuna

Sie spielten von 2004 bis 2007 zusammen beim Hamburger SV – und so, wie es aussieht, gibt's kommende Woche ein Wiedersehen zwischen Benjamin Lauth (29) und Collin Benjamin (32) beim TSV 1860.
"Ich würde mich sehr freuen, wenn der Transfer klappt“, sagte Lauth am Freitag zur tz. „Collin ist ein super Typ, sehr umgänglich, charakterlich top, einer, der sich immer voll reinhaut. Er könnte uns sicher weiterhelfen, auch wegen seiner Erfahrung, die er an unsere jungen Spieler weitergeben kann."

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Die beiden alten Bekannten werden sich aller Voraussicht nach schon am Montag wiedersehen. Auf die Gespräche am Donnerstag folgten weitere am Freitag, die zu einer Einigung führten. Unterschrieben ist zwar noch nichts, aber wie tz-online erfuhr, wird Benjamin schon am Montagvormittag um 10 Uhr zum Training erwartet. Der 32-Jährige soll zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag unterschreiben. "Wir haben uns für Anfang nächster Woche noch mal verabredet", sagte Sportkoordinator Hinterberger am Freitag. Auch sein Berater Heinz-Josef Franken ist von dem Wechsel zu den Blauen überzeugt. “Wir sind uns einig. Die Unterschrift ist für Montag geplant“, sagte Franken am Samstag.
Benjamin hat sich entschieden - für die Löwen. Am Freitagabend erklärte er gegenüber tz-online, warum er für die Sechziger spielen will. "Sie haben eine sehr junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern wie Lauth, Kiraly und Bierofka und wollen nach vorne. Man ist der Meinung, dass ich helfen kann und soll. Das reizt mich."

Für die Löwen nimmt Benjamin auch Gehaltseinbußen hin. "Man muss sicherlich mal schlucken, wenn es von oben nach unten geht", sagt Benjamins Berater Joe Franken, "aber Collin möchte einfach noch spielen. In der vergangenen Saison kam er ja nur auf acht Einsätze."

Der Namibier blickt auf unglückliche Monate zurück. Bei den Löwen soll alles besser werden.  "Ich bin froh, dass ich wieder spielen kann", so Benjamin am Freitagabend. "Ich hatte in letzter Zeit ein bisschen Pech. Ich will wieder Spaß haben, rausgehen, kaputt sein und wissen, dass ich alles gegeben habe. Das ist das Beste auf der Welt, an dem Beruf. Ich will einfach wieder Fußball spielen. Ich habe so einen Hunger."

Sie spielten auch schon gegeneinander: Benny Lauth im Löwen-Dress wird von Collin Benjamin gestellt - das Foto stammt von 2003

Benjamin hat beim HSV, wo er seit 2001 spielte, auf den verschiedensten Defensiv-Positionen Erfahrung gesammelt. Am wohlsten fühlt er sich als Sechser oder Rechtsverteidiger. Zudem wurde er in Hamburg zum echten Sympathieträger und Publikumsliebling – auch wegen seiner seriösen Einstellung. Franken: "Collin ist keiner, der durch die Discos zieht." Das sah bei einem anderen Löwen-Verteidiger in jüngerer Vergangenheit bekanntlich etwas anders aus…

lk, al, cm, jb

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