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Diese Fragen müssen die Löwen vor der Relegation noch klären

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Von: Ludwig Krammer, Florian Fussek

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Viel Zeit bleibt den Löwen nicht, ihre Wunden zu lecken. Im Gegenteil. Vor dem ersten Relegationsspiel gegen Regensburg sind noch einige Fragen zu klären.

München - „Stand up and fight!“, aufstehen und kämpfen – so lautet das Gebot der Stunde beim schwer angeschlagenen TSV 1860. Geschäftsführer Ian Ayre hat es am Sonntag nach der 1:2-Niederlage in Heidenheim verkündet. Gegen Jahn Regensburg am Freitag und Dienstag (jeweils 18 Uhr) gelte es, die völlig missratene Saison nicht im totalen Desaster enden zu lassen. „Es gibt im Verein einen guten Teamspirit“, glaubt Ayre. „Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt schafft.“ Zweifel müssen nach den blutarmen Auftritten gegen Bochum und nun in Heidenheim erlaubt sein. Wie will 1860 wieder Leben in die Bude bekommen? Der tz-Überblick drei Tage vor dem Überlebens-Hinspiel in Regensburg.

Ist Trainer Vitor Pereira noch der Richtige? 

Der Portugiese verblüffte in Heidenheim mit der Feststellung, seine Mannschaft habe das Spiel „mit sehr viel Mut angegangen“. Tatsache ist, dass sich die Sechziger gegen harmlose Gastgeber in den ersten 45 Minuten keine einzige Torchance erspielten und die „Alles hoch auf Mölders“-Taktik nicht aufging. Welchen Anteil der auf Tabellenplatz 14 verpflichtete Trainer an der prekären Situation hat? Darüber streiten sich die blauen Stammtische. Eine Entlassung Pereiras schloss Präsident Peter Cassalette am Montag auf tz-Nachfrage aus: „Wir stehen alle voll hinter dem Trainer und seinem Team und vertrauen ihm und seiner Mannschaft für die Relegationsspiele. “ Mehr gibt es von meiner Seite im Moment nicht zu sagen.“

Warum können die Löwen aus Führungstoren kaum Kapital schlagen? 

An den alten Verhaltensmustern hat sich durch Pereiras Verpflichtung nichts geändert. Nach Führungstoren verfallen die Löwen in Passivität, betteln regelrecht um Gegentreffer. „Es wäre schön, mal ein 1:0 über die Runden zu bringen“, meinte Stefan Aigner am Sonntag stellvertretend. Michael Liendls Wortwahl war drastischer: „Wenn du immer wieder solche Dinger kriegst, dann hast du es nicht verdient, in der Liga zu bleiben.“

Wäre ein Torwartwechsel sinnvoll? 

Stefan Ortega musste sich am Sonntag nach Schlusspfiff von Pereiras Blicken durchbohren lassen. Der Keeper machte bei Schnatterers Freistoß zum 1:1 eine unglückliche Figur, am abgefälschten Schuss zum 1:2 traf ihn keine Schuld. Ex-1860-Torwart Michael Hofmann plädiert für mehr Sachlichkeit. „Wer öffentlich Kritik übt, sollte Ahnung vom Torwartspiel haben. Die Mannschaft steht bei diesem Freistoß viel zu tief, Ortega wird von zwei Heidenheimern irritiert, das sind die schwierigsten Bälle für einen Torwart.“

Welche Spieler werden bis zur Relegation fit? 

Innenverteidiger Felix Uduokhai musste am Sonntag wegen Oberschenkelproblemen passen, Außenstürmer Amilton zwickte die Wade. Für beide wird’s knapp. Vergebens sind die Hoffnungen der Fans auf ein Comeback von Flügelflitzer Victor Andrade. Der Brasilianer sei sieben Monate nach seinem Kreuzbandriss noch nicht bereit für den Ernstfall, hieß es aus der medizinischen Abteilung.

Wie sieht’s in Sachen Eintrittskarten aus? 

Das blaue Auswärtskontingent (1800 Tickets) fürs Hinspiel in Regensburg ist erschöpft, fürs Rückspiel in der Arena ist die Nordkurve bereits ausverkauft. Wichtiger Hinweis: 1860-Jahreskarten für die Arena gelten auch in der Relegation.

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