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„Ein Stück weit für den Trainer gespielt“

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Mainz – Lauth und Bierofka bekennen sich klar zu Kurz, der bereits an das nächste Heimspiel denkt

Bierofka an den Pfosten (15.), Lauth zweimal drüber (28., 44.), Schäffler zu Unrecht wegen Abseits abgepfiffen (45.). Die Löwen hätten schon zur Halbzeit in Mainz führen können, am Ende sogar gewinnen müssen, aber in erster Linie war es ja gestern der Eindruck, der zählte – und das tat er.  „Hut ab vor dieser Leistung“, zollte selbst 05-Coach Jörn Andersson den Gästen ein Lob. „Sie haben uns das ganze Spiel über große Probleme bereitet und waren sehr bissig in den Zweikämpfen.“

Ein Verdienst des neuen Sportchefs Miroslav Stevic, der die Spieler bei der Ehre gepackt hatte? Möglich. Einige Spieler gaben jedoch auch zu, dass sie für den auf der Kippe stehenden Marco Kurz gekämpft haben. „Es hört sich ein bisschen nach Floskel an“, sagte Kapitän Daniel Bierofka, „aber jeder hat heute auch ein Stück weit für den Trainer gespielt.“ Benjamin Lauth, der bei seinem Kopfball zum 2:2 gefühlte zwei Meter hoch in der Luft stand, sagte: „Der Trainer macht alles für uns. Er lebt uns jeden Tag vor, was es heißt Profi zu sein. Deswegen wollten wir ihm heute ein bisschen was zurückgeben.“ Nett gemeint. Bloß muss die Frage erlaubt sein: Warum nur gestern? Warum nicht immer so?

Dieser Ansicht ist offenbar auch der vorerst Gerettete. Kurz freute sich über den engagierten Auftritt, merkte aber an: „Das ist die Messlatte – an der werden wir ab sofort gemessen.“ Am Sonntag gegen Ahlen „zählt nur ein Sieg“. Sonst geht die ganze Debatte von vorne los.

ross

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