1. Startseite
  2. Sport
  3. TSV 1860

Entwarnung bei Bierofka und Bender

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Daniel Bierofka (l.) bekommt schon am Samstag die Fäden gezogen, Lars Bender (r.) ist ebenfalls glimpflich davongekommen.
Daniel Bierofka (l.) bekommt schon am Samstag die Fäden gezogen, Lars Bender (r.) ist ebenfalls glimpflich davongekommen. © mm

München – Die Löwen atmen auf: Daniel Bierofka meldete sich fit für den Pokalhit nächsten Dienstag beim Hamburger SV. Und auch Lars Bender hält einen Einsatz für denkbar.

Mit Schnittwunden haben die Löwen keine gute Erfahrung gemacht. Bei Berkant Göktan war ein vermeintlich harmloser Tritt in eine Scherbe der Anfang vom Ende: Die Wunde entzündete sich, wurde aufgemacht, entzündete sich wieder – und irgendwann während dieser langen Leidenszeit muss der geniale Spielmacher auf dumme Gedanken gekommen sein. Ein Vierteljahr später wurde Göktan wegen nachgewiesener Kokain-Einnahme vor die Tür gesetzt.

Zum Glück für Trainer Marco Kurz, der dies schon des Öfteren hervorhob, hat Daniel Bierofka eine andere Berufsauffassung als sein einstiger Mitspieler. Dies zeigte sich im Dezember, als der Kapitän zwei Monate nach einer Bandscheiben-OP zurückkehrte (Göktan fiel ein halbes Jahr aus). Und es zeigt sich auch jetzt wieder: Der Linksaußen, der sich vor drei Tagen am Fuß verletzt hatte, gab gestern Entwarnung: „Ich war beim Arzt, um die Wunde anschauen zu lassen“, berichtete Bierofka, „und der Doc meinte, es schaut gut aus.“ Auch Lars Bender darf aufatmen: Die Kernspintomografie bestätigte die erste Diagnose: kein Kreuzbandriss, nur eine Zerrung des Innenbandes.

Dass Bierofka von Trainer Kurz gestern mit einem „Spielverbot“ belegt wurde, bezieht sich allerdings nur auf den häuslichen Bereich und zeugt von großer Erleichterung. Beim Barfußkick mit Sohnemann David (3) war der ballverliebte Blonde am Samstag an einem scharfkantigen Zeitungsständer hängen geblieben. Seine Ferse wurde daraufhin mit vier Stichen genäht, und die Sorge der Löwen um ihren Kapitän war fast so groß wie die Höhe der Schlagzeilen im Blätterwald. „Drama um Bierofka“, titelte eine Boulevardzeitung, nachdem Bierofka auf das Testspiel in Aalen (2:2) verzichten musste. Man fürchtete, das Pokalspiel beim Hamburger SV könnte ohne den Vorzeigelöwen stattfinden.

Damit dieser Fall eintritt, muss jedoch mehr passieren. Noch gar nicht so lange her, da marschierte der zähe Kämpfer mit einem frisch getapten Außenbandriss auf den Rasen. Diesmal wird es nur eine Narbe sein. „Am Samstag sollen die Fäden gezogen werden“, meldete Bierofka erleichtert. „Wenn alles optimal läuft, kann ich Ende der Woche wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Ich will in Hamburg spielen!“ So ähnlich äußerte sich Lars Bender. Es gehe ihm schon „viel besser“, sagte er nach der Diagnose. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich in Hamburg dabei sein kann.“

von Uli Kellner

Auch interessant

Kommentare