Regionalliga-Duell vor 20.000 Fans

FCA-Arena nicht ausverkauft - darum gibt es trotzdem kaum noch Karten für 1860-Fans

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Auf die Löwen wartet am Wochenende ein ganz besonderer Leckerbissen. In Augsburg spielt der Regionalliga-Spitzenreiter vor einer ganz besonderen Kulisse. Das liegt auch an den Gastgebern.

München - Es ist das erste Gastspiel der Löwen in Augsburg seit über sieben Jahren. Damals gewannen die Sechziger 2:1. Mit dabei: der heutige Trainer Daniel Bierofka. Er legte das zwischenzeitliche 1:0 von Stefan Aigner auf. Trotz der Niederlage verabschiedete sich der FCA als Aufsteiger in die Bundesliga und die Wege trennten sich.

Jetzt steht wieder ein Duell im Schwäbischen an. Zwar nur gegen die zweite Mannschaft der Augsburger, doch die Lust auf dieses Derby ist gewaltig. Deswegen findet das Spiel auch in der WWK-Arena statt und nicht im Rosenaustadion, in dem die Reserve des FCA normalerweise spielt. In das baufällige Stadion passen nur 4000 Zuschauer. „Wir mussten in ein Stadion, in dem wir die Fans trennen können. Ich kann nur hoffen, dass alle vernünftig bleiben“, sagt FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter der Augsburger Allgemeinen.

TSV 1860 patzt kaum gegen Underdogs - die Konkurrenz schon

Süd-Tribüne komplett in blauer Hand

Alle 7000 Gäste-Tickets sind weg. Die komplette Süd-Tribüne wird in blauer Hand sein. Löwen-Fans, die sich Tickets für einen anderen Bereich gesichert haben, müssen aufpassen. Wer in Fankleidung kommt, wird in den Süden umgesetzt. Die blaue Invasion wollen die Augsburg-Ultras nicht auf sich sitzen lassen. „Das Spiel gegen die blaue Brut steht bevor“, ­schreiben die FCA-Ultras der „Legio Augusta“ in einem Flugblatt.

In Erinnerung an die Partie der Augsburger in München 2007, als 40.000 Gästefans in die Allianz Arena pilgerten, fordern sie: „Die Blöße, selbiges zu erleben, wollen wir uns nicht geben. Auch wenn es ‚nur‘ unsere Zweite ist: Es ist das einzig ernst zu nehmende Derby. Es gibt keine Ausreden. Wir werden an diesem Spieltag im Schwabenstadion geschlossen und organisiert auftreten und den Blauen nicht die Stimmungshoheit in unseren vier Wänden überlassen.“ Die Polizei hat das Spiel zu einem Hochrisiko-Spiel erklärt.

Nach zweieinhalb Monaten: Jetzt bricht Ismaik sein Schweigen

Gegenüber der tz sagte ein Sprecher des FCA, dass man derzeit mit 20.000 Zuschauern rechne. Insgesamt passen in die WWK-Arena 30.660 Zuschauer. Das Problem: Jeder der Dauerkarten-Besitzer der ersten Mannschaft darf kostenlos zum Derby - die Karte muss aber nicht vorher abgeholt werden. So stellt sich erst am Spieltag heraus, wie viele der knapp 18.000 Dauerkartenbesitzer von ihrem Recht Gebrauch machen. Zu kaufen gibt es kaum mehr Tickets. Vom Drumherum erinnert das Derby an alte Zeiten - trotz Regionalliga.

ffu/Video: Glomex

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Rubriklistenbild: © AFP

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